Sechs Teams haben in einem geladenen Wettbewerb ausgelotet, wie gemeinschaftlicher Wohnraum in Lupfig auf dem Areal Weiermatt aussehen könnte. Im Dezember 2017 wurde das Siegerteam evaluiert. «Es verbindet den privaten Charakter der Umgebung mit gemeinschaftsorientierten Grundrissen», heisst es in einer Medienmitteilung.

Die gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern, kurz Lägern Wohnen, plant auf dem Areal Weiermatt in Lupfig eine neue Wohnüberbauung. In einem Projektwettbewerb suchte sie ein Projekt mit einem breiten Wohnungsangebot für unterschiedliche Generationen, das mit privaten und gemeinschaftlichen Innen- und Aussenräumen ein gutes, soziales und genossenschaftliches Zusammenleben fördert. Dafür lud sie sechs Architekturbüros ein – aus der näheren und weiteren Umgebung, junge wie etablierte.

Das um externe Fachjuroren erweiterte Preisgericht hat die Wettbewerbsbeiträge hinsichtlich Siedlungsqualität, Wohnwert und preisgünstigen Wohnraums geprüft. Der Weg war dabei Teil des Ziels, steht weiter in der Medienmitteilung, denn: Genossenschaftliches Wohnen hat in dünn besiedelten Gebieten noch wenig Tradition.

Welche Form davon im Dorf gefragt ist – davon mussten sowohl das Preisgericht als auch die Teams aus Architektur und Landschaftsarchitektur ihre eigene Vorstellung entwickeln. Entsprechend vielfältig waren die Lösungsvorschläge dafür, wie der kollektive Gedanke in einer von Privatem geprägten Nachbarschaft umgesetzt werden kann.

In jeder Hinsicht überzeugt hat der Vorschlag der Gut & Schoep Architekten GmbH aus Zürich. Im Dezember 2017 kürte das Preisgericht deren Projekt «Brot und Salz» einstimmig zum Wettbewerbssieger.

Mit vier in der Höhe gestaffelten Gebäuden orientiert sich das Siegerprojekt an der umliegenden kleinteiligen Bebauungsstruktur und integriert sich so trotz höherer Dichte in die Umgebung. Offene Erschliessungsbereiche verbinden die einzelnen Häuser zu einem lockeren Gebäudeband. Neben den attraktiven, gut belichteten und flexiblen Wohnungen lobt die Jury insbesondere das vielseitige Angebot an informellen, nachbarschaftlichen Begegnungsorten und vielfältig nutzbaren Freiräumen.

Der Baubeginn ist frühestens für Herbst 2019 geplant. 2021 sollen auf dem Areal Weiermatt die ersten Wohnungen bezogen werden. (az)