Brugg-Windisch
Im Campus soll nicht nur studiert, sondern auch gewohnt werden

In einem Jahr wird der Campus Brugg-Windisch eröffnet. Dort kann nicht nur studiert, sondern auch gewohnt werden. Zudem wurde bekannt, dass das Beratungsunternehmen ABA Management GmbH aus Remigen neue Betreiberin wird.

Elisabeth Feller
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Campus
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Visualisierung des neuen Campus in Brugg-Windisch
Innnehof
Küche
Vorne von links Armin Baumann, Stadträtin und VR-Präsidentin der Campussaal Betriebs AG, Dorina Jerosch; stehend von links; Kathrin Kalt, Betriebsleiterin und Hanspeter Scheiwiler, Gemeinndeammann von

Campus

Zur Verfügung gestellt

In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof wohnen? Rasch Autobahnanschlüsse erreichen? Im Nu Geschäfte und Einkaufszentren aufsuchen? Ein Kulturangebot vor der Haustür? Ist das bloss ein Traum? Nicht für jene Neugierigen, die den Campus Brugg-Windisch genauer unter die Lupe nehmen und entdecken: Hier gibt es nicht nur viele Lehrräume und einen Campus-Saal, sondern auch Wohnungen - und zwar im 5. Obergeschoss des Gebäudes 5.

Weshalb Wohnungen im Campus? «Der Bau von Wohnraum gehörte zu den Auflagen des Kantons Aargau - und er macht auch durchaus Sinn. Der Bau sollte ein lebendiges Umfeld schaffen und nicht nur eine Tagesstruktur mit Schule und Läden bieten. Nicht nur der Campussaal, sondern auch der Wohnraum werden das Quartier auch ausserhalb von Schul- und Ladenöffnungszeiten beleben», sagt Gianni Bottegal von der Nest-Sammelstiftung, einer ökologisch-ethischen Pensionskasse, der 2572 Betriebe angeschlossen sind.

Campussaal: Betreiber aus Remigen

Die Katze ist aus dem Sack: Betreiber des Campussaals ist das von Armin Baumann geleitete Beratungsunternehmen ABA Management GmbH aus Remigen. Das freut Dorina Jerosch, Brugger Stadträtin und VR-Präsidentin der Campussaal Betriebs AG. «Wir haben die Stelle breit ausgeschrieben. Dass dann ein versierter, KMU-erfahrener Betreiber aus der Region das Rennen machen würde, freut uns sehr.» Jerosch spricht von «einem Meilenstein» - und das auch im Hinblick über «das grosse Netzwerk» über das Baumann verfüge . Armin Baumann wird seine Arbeit bereits am 1. Oktober aufnehmen, um die Start- und Aufbauphase des Campussaal-Betriebs eng zu begleiten. Als operative Betriebsleiterin engagiert ABA Management Kathrin Kalt aus Spreitenbach. Sie ist Marketingplanerin und weist langjährige Erfahrungen im Investitions- und Konsumgüterbereich auf. Analog zum Campus wird auch der Campussaal im Herbst 2013 eröffnet werden. Der Saal soll dazu beitragen, die Standortattraktivität von Brugg und Windisch, aber auch der Region zu fördern - beispielsweise durch vielfältige Veranstaltungen. (EF.)

Die Nest hat 48 Zweieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen - von 63 bis 120 Quadratmetern Fläche - sowie vier Ateliers im Stockwerkeigentum gekauft und vermietet sie nun. Und das aber nicht wie vermutet ausschliesslich an Personen, die von Berufes wegen mit dem Campus verbunden sind. Im Gegenteil: «Bei uns sind alle willkommen; wir streben auch altersmässig eine gute Durchmischung an», betont Bottegal.

Von 1400 bis 2400 Franken

Allerdings: Explizit für Familien mit Kindern sind die Wohnungen nicht geeignet, weil Grünflächen oder Spielplätze in unmittelbarer Nähe fehlen. Dafür verfügt jede Wohnung über einen Innenhof, der nur seitlich begrenzt ist, gegen oben jedoch offen ist. «Neu hinzukommen werden auf dem Dach noch Terrassen, die allen Mieterinnen und Mietern offenstehen», sagt Bottegal. Obgleich die Lage topcentral ist und die Wohnungen gross sind, verfolgt die Nest-Sammelstiftung eine moderate Preispolitik.

Die Spanne reicht von 1400 Franken (Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung) über 1700 Franken (Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung) bis zu 2400 Franken (120 Quadratmeter grosse Viereinhalb-Zimmer-Wohnung). Weshalb hat die Nest-Sammelstiftung keine Studentenwohnungen gebaut? «Weil diese sehr günstig sein müssten. Mehr als 500 Franken Miete pro Monate dürften Studenten nicht aufbringen», sagt Bottegal, «und das wiederum wäre für uns, an einem solchen Ort, nicht in Frage gekommen. Stösst das Angebot der Nest auf Interesse? «Ja», sagt Gianni Bottegal und erwähnt den August: Ende dieses Monats waren bereits ein Drittel der Wohnungen vermietet. Noch stehen sie leer - doch im Oktober 2013 werden auch sie, analog zum Campus Brugg-Windisch, bezugsbereit sein.