Am 23. Oktober wählt das Aargauer Stimmvolk die Vertreterinnen und Vertreter im Grossen Rat sowie im Regierungsrat. Im Bezirk Brugg kandidieren 86 Personen für den Grossen Rat. Darunter diejenigen zu finden, die die eigene Meinung am besten vertreten, ist nicht immer einfach. Wahlhilfetools wie Vimentis können helfen. Hier haben die meisten Kandidierenden aktuelle politische Fragen beantwortet. Am Schluss entstehen die sogenannten «Spider», politische Profile. Von den 86 Kandidaten im Bezirk Brugg gibt es von 24 allerdings kein Resultat, weil diese die Fragen gar nicht beantwortet haben. Von den restlichen hat die az diejenigen herausgepickt, die mit besonders deutlichen Profilen auf sich aufmerksam machen.

Maya Meier und Maja Haus sind von den Kandidierenden die Extremsten. Die SVP-Politikerin und die Grüne besetzen gleich bei zwei (Meier beim strengen Rechtssystem und bei der strikten Ausländerpolitik) beziehungsweise drei (Haus beim Umweltschutz, beim umfassenden Sozialstaat sowie bei der liberalen Gesellschaft) Kategorien den ersten Rang. Maya Meier gehört gar unter allen Kandidierenden im Kanton Aargau zu den rechtesten. Maja Haus belegt kantonsweit den dritten Rang in der Kategorie liberale Gesellschaft. Auch bei den Themen Umweltschutz und umfassender Sozialstaat gehört sie zu den vordersten.

AZ Vimentis Wahlhilfe 2016

SP fordert Grüne im Umweltschutz

Herbert Künzi von der GLP setzt sich hingegen am stärksten für eine aussenpolitische Öffnung ein. Der Grüne Yves Gärtner liegt der Umweltschutz am Herzen. Hier erhält er aber starke Konkurrenz von Maja Haus sowie von den SP-Vertretern Martin Brügger und Christoph Haefeli. Ähnlich sieht es in der Kategorie umfassender Sozialstaat aus. Hier gibt es gleich mehrere Spitzenreiter: zum einen Sacha Schenker, zum anderen auch Dieter Egli (SP) und Maja Haus. Etwas überraschend ist es die SVP, die mit Frederik Briner in der Kategorie «freie Marktwirtschaft» den vordersten Rang belegt.

Die Resultate bei der restriktiven Finanzpolitik sind nicht eindeutig. Entsprechend gibt es in diesem Bereich im Bezirk Brugg kein Politiker, der besonders hervorsticht.

Hervorstechen – das tun dafür einige innerhalb ihrer Partei. Werner Rupp von der SVP beispielsweise, dessen Spider eher einer Mitte-Partei zuzuordnen wäre als der SVP. Ähnlich Barbara Horlacher (Grüne), die aufgrund ihres Profils eher in der Mitte anzusiedeln ist. Auch die BDP-Politikerin Michaela Ehrhart zeigt ein interessantes Spider: Sie setzt sich vor allem für Umweltschutz und aussenpolitische Öffnung ein. Im Gegensatz zu anderen SP-Mitgliedern legen Dieter Egli und Martin Brügger viel Wert auf ein strenges Rechtssystem.

Legt man das Augenmerk auf die extremsten Positionen, sind es natürlich die Mitte-Politiker, die kaum Erwähnung finden. Schon beinahe ein kreisrundes, eingemittetes Profil findet sich bei Barbara Geissmann (CVP) oder bei Ruth Franziska Vogt (GLP).

Alle Brugger Kandidaten im Überblick: