Veltheim

Im alten Pavillon fehlt der Platz – Gemeindeversammlung entscheidet über Kindergarten-Neubau

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Der Platz ist knapp im Kindergarten Veltheim. Geplant ist deshalb ein Neubau. An der kommenden Gemeindeversammlung steht dafür ein Kredit von 1,47 Mio. Franken zur Diskussion.

Die Abklärungen und die Analyse haben ergeben: Es besteht dringend zusätzlicher Raumbedarf beim Kindergarten. Der bestehende, 50-jährige Pavillon auf dem Schulareal entspricht den aktuellen Anforderungen nicht mehr. Es fehlen Gruppenräume für Deutsch-, Logopädie- und Heilpädagogikstunden sowie Rückzugsorte, «was die akustische Belastung für alle Beteiligten hochhält», so der Gemeinderat. Gewisse Gruppen besuchen heute einen Teil des Unterrichts im alten Schulhaus «52» an der Wildeggerstrasse. In den nächsten Jahren, führt die Behörde aus, wird bei den beiden Kindergartenjahrgängen mit 24 bis 28 Kindern gerechnet. «Das bedeutet, dass eine grosse Abteilung oder sehr knapp zwei kleine Abteilungen gebildet werden können.»

Vorgesehen ist eine ökologische Holzbauweise

Mit dem nun vorgeschlagenen Projekt werden laut Gemeinderat die Voraussetzungen dafür geschaffen, im neuen Bau eine grosse Klasse zu unterrichten, die zeitweise auch geteilt und von zwei Lehrpersonen betreut in den alten Pavillon ausweichen kann. Dieser bleibt vorerst erhalten und wird – verbunden durch einen überdachten Aussenbereich – durch den Neubau im Süden ergänzt. Vorgesehen ist eine ökologische Holzbauweise auf einer massiven Betonbodenplatte.

In einem weiteren Schritt in rund 15 Jahren, fährt der Gemeinderat fort, soll das Ensemble durch einen zweiten Baukörper im Norden ergänzt und der Altbau abgebrochen werden. «Im Endszenario entsteht so eine grosszügige Gesamtanlage.» Ein elementarer Aspekt des Projekts sei der Erhalt der mächtigen, schattenspendenden «und ökologisch als besonders wertvoll eingestuften» Linde.

Die Nettoschuld kann reduziert werden

Überdies entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 14. August, über die Weiterführung der Mitgliedschaft beim Jurapark Aargau für die Betriebsphase 2021–31 sowie die Rechnung 2019. Diese kann mit einem Ertragsüberschuss von 622'976 Franken abschliessen (Budget 26'203 Franken). Der positive Abschluss ist gemäss Gemeinderat auf einen geringeren Nettoaufwand im Bereich Bildung sowie auf Mehreinnahmen bei den Steuern zurückzuführen. Aufgrund der geringen Ausgaben bei den Investitionen, fügt die Behörde an, entsteht ein hohes Finanzierungsergebnis von 920'444 Franken. Dieses konnte die Nettoschuld der Einwohnergemeinde auf 851'235 Franken reduzieren.

Unter «Verschiedenes» verabschiedet werden David Brugger und Peter Gysel aus der Steuerkommission. Ebenfalls informiert wird über den Stand der Gesamtrevision der Nutzungsplanung. 

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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