Effingen

Im alten Bahnhof ziehen bald Asylsuchende ein

Die Gemeinde Effingen hat die ehemalige Vorstandswohnung auf dem Bahnhofsareal als Asylunterkunft gemietet. CM

Die Gemeinde Effingen hat die ehemalige Vorstandswohnung auf dem Bahnhofsareal als Asylunterkunft gemietet. CM

Ab Februar will auch die 600-Seelen-Gemeinde Effingen ihre Aufnahmepflicht erfüllen. Sie hat dafür von den SBB eine Wohnung gemietet, in der es Platz für fünf Personen Platz hätte.

Das Areal des Geisterbahnhofs Effingen sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Gesprächsstoff: Im verwaisten Restaurant Bahnhof war eine neue Bistro-Bar mit 13 Zimmern und einer Raucher-Lounge geplant. Der Umbau lässt seit zweieinhalb Jahren auf sich warten.

Zudem wurde das Areal auch mal als Standort für die Oberflächenanlage im Zusammenhang mit einem geologischen Tiefenlager für Atommüll im Bözberg diskutiert und wieder verworfen.

Im Januar 2014 gaben die SBB bekannt, dass sie die grossräumige 4½-Zimmer-Wohnung im ersten Stock des Bahnhofgebäudes vermieten möchten. Im Gegensatz zum Bahnhof Schinznach-Dorf muss die Stationsliegenschaft Effingen beim Bau des neuen Bözberg-Eisenbahntunnels nicht abgerissen werden.

Wohnung wird sanft renoviert

Nun hat die Einwohnergemeinde Effingen die Wohnung der SBB ab Februar als Asylunterkunft gemietet. Grund dafür sind die ab 2016 massiv höheren Ersatzabgaben von 113 Franken pro Tag und Platz.

Wer die vom Kanton vorgeschriebene Aufnahmepflicht bis anhin nicht erfüllte, musste 10 Franken pro Tag und Platz bezahlen. Da die Wohnräume bei der Station Effingen während längerer Zeit nicht bewohnt waren, werden sie vor dem Bezug sanft renoviert.

Woher die Asylsuchenden stammen und wie viele kommen werden, steht noch nicht fest. Gemäss Gemeindeschreiber Stefan Treier bietet die Wohnung bequem Platz für etwa fünf Personen.

Die Nachbargemeinde Bözen hat sich für die Erfüllung der Aufnahmepflicht mit Elfingen, Hornussen und Zeihen darauf geeinigt, in der leerstehenden Liegenschaft im Oberdorf 5 eine Asylunterkunft für acht bis zehn Personen zu betreiben (die az berichtete). Mit der Gemeinde Effingen steht man in Kontakt, beispielsweise in Sachen Betreuung oder höherer Aufnahmepflicht.

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