Es ist praktisch ein ganzes Quartier, das an der Käsistrasse in Birrhard entstehen soll. In neun Mehrfamilienhäusern entstehen 89 ausschliesslich Mietwohnungen mit 2½-, 3½- und 4½-Zimmern. Dazu gehört auch eine Tiefgarage mit 118 Parkplätzen. Die Überbauung wird verkehrsfrei mit einem schönen Innenhof gestaltet. Die gesamte Planung basiert auf dem rechtsgültigen Gestaltungsplan.

Von der Bauherrschaft Savona AG hat der Gemeinderat verlangt, dass die Parkplätze unterirdisch sind. «Zudem hat der Gemeinderat darauf bestanden, dass Platz für Familien geschaffen wird», sagt Frau Gemeindeammann Ursula Berger auf Nachfrage der «Schweiz am Wochenende».

Schülerzahlen stabilisieren

Grund dafür: Die 700-Seelen-Gemeinde hofft auf mehr Schülerinnen und Schüler. «Andere Gemeinden kämpfen mit zu wenig Schulraum, wir haben eher zu viel Platz», meint Berger. Das habe damit zu tun, dass es im Dorf praktisch nur Einfamilienhäuser gebe. Bis da die Generationenwechsel vollzogen werden, dauere es.

Das wirkt sich auch auf die Schülerzahlen aus. Entsprechend ist die neue Überbauung mit Mietwohnungen eine Chance für das Dorf, um die Schülerzahlen zu stabilisieren. Mit den Neuzuzügern erhofft sich der Gemeinderat auch mehr Steuereinnahmen und eine bessere Auslastung der Infrastruktur. «Je mehr daran bezahlen, umso besser», sagt Frau Gemeindeammann Ursula Berger.

Kosten von 22,7 Mio. Franken

Sie betont, dass mit der Überbauung und der Zunahme der Bevölkerung die Infrastruktur des Dorfs nicht extra ausgebaut werden muss. «Unsere Infrastruktur ist auf 900 bis 1000 Einwohner ausgerichtet», sagt sie. Heute sind es etwas mehr als 700. Mit der neuen Überbauung dürften gut 120 Personen mehr dazukommen, obwohl Berger nicht davon ausgeht, dass sämtliche Wohnungen auf einmal gebaut und besetzt werden.

Die Bauherrschaft Savona AG investiert 22,7 Millionen Franken in den Bau der Mehrfamilienhäuser (ohne Land und Umgebungsarbeiten). Mehr Angaben zum Bauprojekt will sie zurzeit nicht machen, da die Baubewilligung noch aussteht. Das Baugesuch liegt noch bis 11. Dezember auf der Gemeindekanzlei in Birrhard auf.