Brugg

Ihr Feuer für Gospels ist dank Dirigentin Verena Eckert allgegenwärtig

Der Unity-Gospelchor feiert sein 10-Jahr-Jubiläum mit einem mitreissenden Konzert in der vollbesetzten Stadtkirche. Während eineinhalb Stunden zogen die 50 Sängerinnen und Sänger das Publikum in ihren Bann.

Der 50-köpfige Unity-Gospelchor wartete am Sonntagabend mit einem umfangreichen Programm aus rassigen Melodien, aber auch gefühlsbetonten Gospelliedern auf. Nicht nur einmal würdigte das zahlreich erschienene Publikum in der Stadtkirche Brugg die Leistung mit Standing Ovations.

Mit «Come let us sing» startete der in Umiken probende Chor ins rund eineinalbstündige Konzert. Das «Lasst uns zusammen singen» bezogen die Sängerinnen und Sänger nicht nur auf sich selbst: «Sie dürfen mitsingen, wenn sie die Lieder kennen», erklärte Moderatorin Nicole Jacky. Sie war es auch, welche die Gäste mit einigen privaten Details des Chors unterhielt. So sei das gemeinsame Singen vom damaligen Umiker Pfarrer Matthias Schüürmann ausgegangen, der Lieder wie «das Wandern ist des Müllers Lust» aber auch Gospels mit einigen Leuten sang. Die Leiterin und Dirigentin Verena Eckert kam zum kleinen Singkreis dazu und erklärte: «So, könnten Gospels aber nicht gesungen werden.» Der Startschuss zum Unity-Gospelchor der Region war damit gefallen.

Dirigentin Eckert im Element

Unter den begeisterten Gästen sass am Sonntag auch Matthias Schüürmann. Der in schwarz und rot gekleidete Chor trug die 20 Lieder auswendig vor. Schön war zu sehen, mit welcher Freude und welchem Enthusiasmus die Stücke vorgetragen wurden.

Gekonnte Soli durch Karin Hunziker, Christine Schaub, Hansjörg Messerli und Dirigentin Verena Eckert rundeten das Jubiläumskonzert ab. Begleitet wurde der Chor durch Martin Hunziker am Schlagzeug und Marcel Bryner am Piano. Zum Walzer «You are the light» schwebte ein Tanzpaar übers Parkett respektive den Kirchenboden. Richtiggehend ansteckend schien das Spiel zwischen der Dirigentin und dem Chor. Eckerts Feuer für den Gospel war allgegenwärtig. Nach jedem Lied ballte sie die Faust im Sinne von: «Super gemacht».

Der Chor sucht Tenöre

Witzig auch der Aufruf nach mehr Tenören. Nicole Jacky erklärte, dass sie diesmal kein Wort mehr darüber verlieren würde. Das tat sie auch nicht, sondern liess ihr Plakat sprechen, worauf stand: «Tenöre gesucht.»

«Wade in the water», «In the sanctuary» oder das bekannte «Oh happy day» waren weitere Leckerbissen des Konzerts. Mit dem frohen und schwungvollen «Amazing medley» des norwegischen Komponisten Tore W. Aas überzeugte der Chor das Publikum restlos. Es verlangte tosend nach Zugaben. Diese bekam es mit «Jesus is the light of the world» und «Oh when the saints» geliefert.

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