Brugg
IG Zusammenschluss Brugg-Windisch: "Die Fusion ist eine nasse Seife, die durch die Finger flutscht"

Die IG Zusammenschluss Brugg-Windisch dürfte am 6.November aufgelöst werden – Dieter Egli hofft auf frischen Wind.

Janine Müller
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Die IG Zusammenschluss Brugg-Windisch wird wahrscheinlich aufeglöst. Im Bild Brugg/Windisch. Claudia Meier/Archiv az

Die IG Zusammenschluss Brugg-Windisch wird wahrscheinlich aufeglöst. Im Bild Brugg/Windisch. Claudia Meier/Archiv az

Claudia Meier

Die Auflösung der IG Zusammenschluss Brugg-Windisch ist vertagt. An der Generalversammlung vom Mittwochabend waren von den 60 Mitgliedern nur ein Drittel anwesend. Zu wenige, um eine Auflösung zu bestimmen. Am 6. November findet nun die zweite Versammlung statt, an der nur noch ein einfaches Mehr für die Auflösung benötigt wird.

Dennoch wurde an der Generalversammlung der IG Zusammenschluss Brugg-Windisch engagiert diskutiert. «Die Diskussion hat gezeigt, dass es doch Richtung Auflösung des Vereins geht», sagt Co-Präsident Dieter Egli am Tag danach. Obwohl das Thema Fusion von Brugg und Windisch in den letzten zehn Jahren immer wieder aktuell gewesen sei, habe man keinen Schritt vorwärtsgemacht. «Die Idee eines Zusammenschlusses stösst zwar nicht auf totalen Widerstand», sagt Egli. «Allerdings scheint sich auch niemand zu getrauen, die Initiative zu ergreifen.»

Das Thema ist nicht fassbar

Die Fusion Brugg-Windisch sei wie eine nasse Seife, die durch die Finger flutscht. «Wir haben immer wieder versucht, das Thema zu ergreifen, es ist uns aber immer aus den Händen gerutscht. Das Thema scheint irgendwie – für uns und für andere – nicht fassbar zu sein», versucht Egli die Situation zu erklären.

Der Verein habe immer wieder versucht, das Thema anzustossen. Besonders aktiv war er im Jahr 2006 mit der lancierten Initiative. «Damals war der Zusammenschluss von Brugg und Windisch in den Einwohnerräten, in den Exekutiven und in der Bevölkerung präsent», sagt Egli. In beiden Gemeinden wurde auch im Sinne einer Vorabklärung darüber abgestimmt, Brugg jedoch sagte Nein. Die AZ schrieb im Jahr 2008: «Beide Gemeinderäte hatten – nachdem 2006 das Initiativbegehren der IG Zusammenschluss Brugg-Windisch bachab geschickt worden war – erklärt, ‹Ende 2009 eine Standortbestimmung und eine Überprüfung der Basis für eine Fusion› vornehmen zu wollen. ‹Bei einer positiven Beurteilung›, hatte es damals geheissen, ‹könnte eine Umsetzung der Fusion bis 2014 angestrebt werden.›» Passiert ist – bekanntlich – nichts dergleichen.

Vielleicht wird jemand aktiv

«Die Exekutiven haben um den heissen Brei geredet. Zu Beginn der Amtsperioden hiess es, sie müssen sich einarbeiten. Gegen Ende der Amtsperioden hiess es, man müsse die Wahlen abwarten», sagt Egli. «Es wollte sich wohl niemand die Finger verbrennen.»

Seitens der IG ist eine Mehrheit der Überzeugung, dass es nun frischen Wind braucht, dass die IG vielleicht nicht mehr das richtige Mittel ist, um den Zusammenschluss der beiden Zentrumsgemeinden zu forcieren. «Vielleicht fühlen sich ja jetzt einige dazu angestachelt, aktiv zu werden», hofft Egli. Er ist überzeugt, dass Brugg und Windisch dereinst fusionieren werden. Sei es nun aus eigener Motivation oder dann, weil man muss.