Brugg/Zurzach
«Ich freue mich auf die neue Aufgabe»

Reto Porta wird ab 1. Januar 2011 Nachführungsgeometer des Kreise Zurzach und Brugg. Schon sein Vater Peter Porta hatte das Amt inne.

Louis Probst
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«Für mich persönlich stellt die Wahl zum Nachführungsgeometer der Kreise Zurzach und Brugg das Erreichen eines Berufsziels dar», sagt Reto Porta. «Meine ganze Berufsausbildung war auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Als nun jüngster Nachführungsgeometer im Kanton Aargau bedeutet dieses Amt für mich eine anspruchsvolle Herausforderung. Ich freue mich aber darauf, zusammen mit einem hoch qualifizierten Team, diese Tätigkeit anpacken zu dürfen.»

Der Weg von Reto Porta in den Kreis der Nachführungsgeometer war zweifellos ein gutes Stück vorgezeichnet. Schliesslich hat sein Vater Peter Porta das Amt des Nachführungsgeometers des Kreises Brugg inne. «Für mich war klar, dass ich Geometer werden würde», sagt denn auch Reto Porta. «Ich habe schon während meiner Primarschulzeit bei Vermessungen mitgeholfen, indem ich den Geomatikern Pflöcke, Spraydosen und später Reflektoren nachgetragen habe. Mein Vater hat das mit meiner Berufswahl nicht ganz ungeschickt angestellt.»

Abstecher in die Industrie

Trotzdem ist Reto Porta nach dem Abschluss des Studiums als Kulturingenieur an der ETH der Vermessung sozusagen untreu geworden. «Ich habe ein Studium der Betriebswirtschaft angeschlossen und später eine Firma geleitet, die im Bereich der Robotik tätig ist, bis mich der elterliche Ruf ereilt hat.»

Gegenwärtig ist Reto Porta Mitglied der Geschäftsleitung der Porta + Partner AG, Ingenieure, Planer, Geometer, in Brugg. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich in Auenstein, wo er mit seiner Familie wohnt, im Gemeinderat. Und im Militär ist Reto Porta, im Rang eines Oberstleutnants, Kommandant des Ingenieurstabes der Armee. «Das», meint er lachend, «sind so meine Hobbys. Für mehr reicht es leider nicht.»

Hohe Anforderungen

Für die Wählbarkeit zum Nachführungsgeometer ist neben einem abgeschlossenen Ingenieurstudium der Eintrag im eidgenössischen Register der patentierten Geometer erforderlich. «Das ist ähnlich wie beim Anwaltspatent», sagt Reto Porta.

«Der Patentierung geht eine zweiwöchige Prüfung voraus, die bei der Landestopografie abgelegt wird. Geprüft wird in den Gebieten Amtliche Vermessung, Geomatik, Landmanagement und Unternehmensführung. Ich habe jedenfalls etwas geschwitzt. Allerdings habe ich die Prüfung gewissermassen als Spätberufener erst neun Jahre nach Abschluss des Ingenieurstudiums abgelegt.»

Stufenweise Amtsübernahme

Zwar ist Reto Porta bereits im vergangenen Sommer durch den Regierungsrat als Nachführungsgeometer der Kreise Brugg und Zurzach gewählt worden. Der Antritt der beiden Ämter erfolgt aber gewissermassen stufenweise. Als Nachfolger von Walter Zurlinden wird Reto Porta ab 1. Januar 2011 als Nachführungsgeometer für den Kreis Zurzach zuständig sein und ab 1. Januar 2012, als Nachfolger seines Vaters Peter Porta, auch für den Kreis Brugg. «Es sind zwei unabhängige Kreise», sagt Reto Porta. «Und das wird gemäss der Philosophie des Regierungsrates auch so bleiben.»

Um eine saubere Trennung zwischen dem Amt des Nachführungsgeometers und dem Ingenieurbüro Porta + Partner AG gewährleisten zu können, hat Reto Porta die Einzelfirma «Reto Porta Nachführungsgeometer Kreis Zurzach» gegründet. Über diese Firma werden die amtlichen Aufgaben abgewickelt. Im Wesentlichen sind das die Nachführung der amtlichen Vermessung, Beglaubigungen von Grundbuchplanauszügen sowie die Abgabe von Vermessungsdaten an Architekten oder Versorgungswerke. Diese neue Firma wird auch die Mitarbeiter von Walter Zurlinden übernehmen.

«Für mich ist das ein Idealfall», sagt Reto Porta. «Ich kann mich mit dem Kreis Zurzach, dem kleinsten Geometerkreis im Kanton, in die Aufgaben einarbeiten. Die spätere Betreuung auch des Kreises Brugg gibt zudem die Möglichkeit, die Informatik an einem Standort zu konzentrieren und damit Kosten zu sparen. Das Teure an der Vermessung ist ja die EDV. Zudem geht man davon aus, dass bis 2015 die Vermessung des ganzen Kantons in digitaler Form vorliegen wird. Damit fällt für die Geometer ein grosses Stück Arbeit weg.»

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