Robidog-Affäre

«Ich bringe dich um!»: Habsburger Ammann zeigt den Angreifer an

Gemeindeammann Hansedi Suter.

Gemeindeammann Hansedi Suter.

Der Robidog steht nach dem Streit wieder an seinem ursprünglichen Ort – unter dem Baum jenes Bürgers, der den Ammann vergangene Woche angegriffen hat.

Der Aufruhr um einen Robidog-Standort in Habsburg, der mit einem körperlichen Angriff auf Gemeindeammann Hansedi Suter endete, hat sich etwas gelegt. Denn: Der Robidog ist an seinem ursprünglichen Standort zurück. Er steht wieder unter dem Baum, der dem aufgebrachten Bürger gehört. Das Land, auf dem der Robidog steht, gehört aber der Gemeinde. «In der Zwischenzeit wurde der Robidog dreimal von dieser Person versetzt», sagt Hansedi Suter. «Mittlerweile steht er wieder dort, wo er hingehört.» Und: Das Bäumchen, das statt des Robidogs plötzlich da stand, ist wieder verschwunden.

An der gestrigen Gemeinderatssitzung hat die Behörde darum entschieden, die Sache ruhen zu lassen. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wird die Gemeinde nicht einreichen. Der Angriff auf Suter ist somit nur noch Privatsache. Am letzten Freitag wurden der Gemeindeammann und der Bürger von der Kantonspolizei einvernommen. Die Strafanzeige wegen Drohung, Hausfriedensbruch und Tätlichkeiten zieht Hansedi Suter nicht zurück. «Der Angriff war zu krass, ich kann das so nicht sein lassen», sagt er.

Bürger äussert sich nicht

Handgreiflich wurde der Bürger gemäss Aussagen des Gemeindeammanns am Dienstag vor einer Woche. Weil der Bürger seit Jahren nicht einverstanden ist mit dem einen Robidog-Standort, stattete er Hansedi Suter einen Besuch ab. In der emotional geführten Diskussion verschaffte sich dann der Bürger Zutritt zur Wohnung, wo es zum körperlichen Angriff auf den Ammann kam. Der Bürger packte diesen am Kragen und drohte: «Ich bringe dich um, wenn der Robidog wieder an den Standort kommt!» Später erstattete Hansedi Suter bei der Kantonspolizei in Brugg Anzeige und informierte daraufhin den Gemeinderat.

Der betroffene Bürger hat der az seine Sichtweise erklärt. Allerdings wollte er seine Ausführungen nicht öffentlich machen. (jam)

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