Brugg

IBB erreicht mit fast 65 Millionen Franken den höchsten Umsatz seit Bestehen

Eugen Pfiffner, CEO der IBB Holding AG (links), und Martin Sacher, Präsident des Verwaltungsrats, präsentieren den Geschäftsbericht. (Archivbildvon 2019)

Eugen Pfiffner, CEO der IBB Holding AG (links), und Martin Sacher, Präsident des Verwaltungsrats, präsentieren den Geschäftsbericht. (Archivbildvon 2019)

Die Brugger Energieversorgerin erweitert den Kundenkreis und prüft neue Produkte und Dienstleistungen. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um über 11 Prozent gesteigert werden.

Die Brugger Energieversorgerin IBB blickt auf ein erfreuliches und – in allen Geschäftsbereichen – erfolgreiches 2019 zurück. Mit der Übernahme des Stromnetzes in Villnachern konnten die dortigen Bezüger als neue Kunden willkommen geheissen werden. Dank ihnen sowie dank neuer Industrie­kunden stieg der Stromabsatz um über 9 Prozent auf gegen 230 Millionen Kilowattstunden an, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen. Der Absatz von Erdgas/Biogas erhöhte sich infolge der kühlen Witterung im Frühling leicht.

Mit diesem Absatzwachstum stieg der Gesamtumsatz der Gruppe um über 11 Prozent auf fast 65 Millionen Franken. Es handelt sich um den höchsten Wert seit Bestehen der IBB. Der Jahres­gewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresniveau leicht über 10 Millionen Franken. «Neben dem klassischen Energieverkauf und dem Netzbetrieb nahm auch das Interesse an unseren Energie- und Wärmedienstleistungen weiter zu», führt Verwaltungsratspräsident Martin Sacher aus. Dank Lösungen mit erneuer­barem Gas oder durch den Bau von Wärmeverbünden, nennt er ein Beispiel, biete die IBB den Kunden eine breite Palette an Produkten an, die der Senkung der Kohlendioxidemission dienlich seien, «aber bezahlbar bleiben». Der Generalversammlung beantragt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 17 Prozent.

Mitarbeitende machen sich bereit für Veränderungen

Das abgeschlossene Geschäftsjahr stand ganz im Zeichen des Umbaus der Energieversorgung, hält Eugen Pfiffner fest, CEO der IBB Holding AG. «Im Energiebereich beschäftigt uns die anstehende Marktliberalisierung, sowohl beim Strom wie auch in der Gasversorgung.» Die entsprechenden Gesetze werden ausgearbeitet oder stehen kurz vor der Inkraftsetzung, fährt Pfiffner fort. «Auf den Moment der Liberalisierung bereiten wir alle Prozesse vor, und die Mitarbeitenden machen sich fit für die anstehenden Veränderungen.» Im Netzbereich sollen die eingesetzten Technologien laut dem CEO «smarter», also intelligenter werden. Er erwähnt die Smart Meters, die intelligenten Zähler. Weiter ist die IBB beteiligt am internationalen Projekt Nordur, das die Nutzung von synthetischem Gas und Wasserstoff verfolgt.

«In Anbetracht der Coronakrise fällt es sehr schwer, über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zu berichten», räumt Pfiffner ein. «Die Gedanken an die spannenden Projekte des letzten Jahres weichen der Sorge, ob all unsere Mitarbeitenden, Kunden und Partner gut und gesund durch den Lockdown kommen und danach ihre Geschäfte und privaten Aktivitäten wieder hochfahren können.»

Das regionale Engagement ist der IBB wichtig

Für die IBB stehe in dieser Zeit die Versorgungssicherheit mehr denn je im Zentrum, so Pfiffner. Ende Jahr beschäftigte die Gruppe 85 Mitarbeitende, davon drei Lernende.

Wichtig sei der IBB die Region, betont der CEO. «Deshalb waren wir bei allen grossen Anlässen im Versorgungsgebiet vertreten.» Stellvertretend hebt er das Stadtfest in Brugg hervor, das an zwei Wochenenden Ende August des vergangenen Jahres stattfand.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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