Brugg

Hospiz lässt Besucher und Freiwillige zu – Personal arbeitet ohne Schutzmasken

Im stationären Bereich des Hospizes Aargau in Brugg sind Besuche uneingeschränkt möglich.

Im stationären Bereich des Hospizes Aargau in Brugg sind Besuche uneingeschränkt möglich.

Bei der stationären Sterbebegleitung in Brugg arbeitet das Personal ohne Schutzmasken. Auch Besuche seien uneingeschränkt möglich, sagt der Hospiz-Geschäftsführer. Dennoch sei man bisher verschont geblieben.

Während das Süssbach Pflegezentrum – inklusive Gartenan­lage – an der Fröhlichstrasse in Brugg aufgrund der Coronakrise für alle externen Personen geschlossen ist, scheint der Betrieb im benachbarten Hospiz Aargau normal zu laufen. Die zehn Einzelzimmer für unheilbar kranke Patienten in der letzten Lebensphase sind praktisch rund um die Uhr besetzt.

«Bei uns ist uneingeschränkt Besuch möglich», sagt Hospiz-Geschäftsführer Dieter Hermann. Es erfolge immer zuerst eine kurze Gesundheits-Selbstdeklaration, und wenn diese in Ordnung sei, dürften die Angehörigen zu den Patienten. «Falls ein Verdachtsmoment besteht, stellen wir Schutzausrüstung zur Verfügung», fährt Hermann fort. Das Hospiz-Personal arbeite normal, also ohne Schutzmasken. Natürlich sei spezifisches antivirales Desinfektionsmittel im Einsatz und das Personal verhalte sich auch in der Freizeit sehr diszipliniert nach den Richtlinien des Bundes.

Hotlines für individuelle Trauergespräche

Auch der Freiwilligendienst ist laut Dieter Hermann aufrechterhalten, sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich. Einzig im Trauerbereich finden wegen Corona keine Treffs statt. Stattdessen hat Hospiz Aargau zehn Hotlines, die auf der Website aufgeschaltet sind, für individuelle Trauergespräche ein­gerichtet.

Auch wenn von aussen betrachtet im Hospiz fast alles seinen gewohnten Gang nimmt, hat die Institution Massnahmen gegen das Coronavirus ergriffen. «Wir haben bereits Anfang Februar auf das interne Notfallkonzept umgestellt und sind bisher komplett verschont geblieben», sagt der Geschäftsführer. Sowohl Personal, Ehrenamtliche als auch Patienten und deren Angehörige seien frei von Symptomen oder einer Corona-Erkrankung – so soll es bleiben.

Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass es 2019 im stationären Hospiz 81 Todesfälle und 7 Austritte gab (Vorjahr: 77 Todesfälle und 3 Austritte). Erstmals in der 25-jährigen Geschichte dieser Institution im Aargau konnten bei einer Bettenauslastung von 93,1% über 3000 Pflegetage gezählt werden. Die Freiwilligen standen den Sterbenden in 929 Einsätzen während 5487 Stunden bei.

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