Thalheim
Hoorscharf zu Hits gerockt und geschunkelt

Gemischter Chor hat mit bekannten Melodien und dem Theaterstück «Hoorscharf unschuldig» unterhalten.

Irene Hung-König
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Beim Theater wird Betrüger Blaser (Sandro Bassini) von Ruedi Stäger (Heinz Däster) (r.) und Nachbar Guschti Möckli (Bruno Schaffner) in die Mangel genommen.

Beim Theater wird Betrüger Blaser (Sandro Bassini) von Ruedi Stäger (Heinz Däster) (r.) und Nachbar Guschti Möckli (Bruno Schaffner) in die Mangel genommen.

Am Unterhaltungsabend des Gemischten Chors darf jeweils der Nachwuchs zuerst ins Rennen, die Thalner Singschar. Mit farbigen Shirts, frechen Käppis und Sonnenbrillen getarnt, rappte die Kinderschar, was das Zeug hielt.

Rund 15 jüngere und ältere Kinder standen auf der Bühne und das waren längst nicht alle, wie Dirigentin Jolanda Wettstein erklärte. Einige waren nämlich krank und so musste ein Teil der Choreografie direkt auf der Bühne geändert werden.

Die Thalner verfügen über genügend und äusserst motivierten Nachwuchs. Welthits wie «We are the world» bringen sie ebenso gekonnt herüber, wie den Hüftschwung zum Lied «Un poquito cantas».

Die Gäste in der Turnhalle amüsierten sich ob der erfrischenden Darbietung. Und zum Abschluss ihres kleinen Programms fragten sie das Publikum: «Was esch en Sonntig, ohne Sonntigszopf?». Wie Regen ohne Tropf, oder Deckel ohne Topf. Eine weitere Antwort erhielten die Gäste in Form von feinen Butterzöpfchen.

Mix aus Nostalgie und Rock

Mit «Träume im Wind» oder der «Amboss-Polka» stellte sich der Gemischte Chor mit Dirigentin Jolanda Wettstein vor. Am Klavier wurde er von Dani Burri begleitet.

Zum Kanon «Spring, spring, spring» wippten die Füsse des 24 Aktivmitglieder starken Chors im Takt. Abwechslungsreich gestalteten die in schwarz und türkis gekleideten Frauen und Männer ihren Abend.

Sie rockten zu Polo Hofers «Alperose» oder schwelgten zu Melodien «So schön, schön war die Zeit» und «Das Feuer der Sehnsucht» in Erinnerungen.

«Habt ihr das Feuerzeug dabei?», wurden die Gäste in der Turnhalle gefragt. Einige hatten es dabei und holten es hervor. Und so entstand zum Hit «Sierra Madre del Sur» ein kleines Lichtermeer.

In Teufels Küche geraten

Traditionell wird in Thalheim auch Theater gespielt. Im Einakter «Hoorscharf unschuldig» von Fritz Klein kommt der pensionierte Ruedi Stäger (Heinz Däster) in Teufels Küche, weil er laut Inserat einer Dame mit 1000 Franken aushelfen wollte. Da er kein Geld hat, versetzt er die Halskette seiner Frau Marianne (Christine Deubelbeiss).

Nachbar Guschti Möckli (Bruno Schaffner) verdreht die Augen ob der skurrilen Geschichte. Da steht auch schon die «Dame» respektive der Betrüger Blaser (Sandro Bassini) im Haus und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Für das Theaterstück standen gleich mehrere Familienmitglieder auf der Bühne: Heinz Däster mit Tochter Manuela als Buchhalterin Heidi Hübscher und Beatrice Deubelbeiss alias Karin Möckli mit Schwiegersohn Sandro Bassini.

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