Veltheim
Holz, Metall, Keramik – aus allem lässt sich Kunst machen

Die Kunsthandwerk-Ausstellung in Au-Veltheim ist eröffnet – und zeigt, warum Kunst und Blumen eine gute Kombination sind.

Samuel Frey
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Ruth Kocher, Hansruedi Byland sowie Heinz und Judith Tanner (v.l.) freuen sich über die gelungene Vernissage.Samuel Frey

Ruth Kocher, Hansruedi Byland sowie Heinz und Judith Tanner (v.l.) freuen sich über die gelungene Vernissage.Samuel Frey

«Es freut mich, dass heute Abend so viele gekommen sind. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier so eine schöne Ausstellung machen können. Zum achten Mal wird Kunst aus der nahen und weiteren Region prächtig mit Blumen geschmückt», sagt Hansruedi Byland, Präsident des Kulturvereins «Välte läbt» aus Veltheim. Mit diesen Worten begrüsst er die zehn Künstler und die Gäste der Vernissage der achten Ausstellung mit kleinem und grossem Kunsthandwerk in der Gärtnerei Aareblumen in Au-Veltheim. Die Ausstellung dauert vom 12. bis zum 21. Februar. Der Kulturverein «Välte läbt» organisiert die Ausstellung seit acht Jahren.

«Es ist einfach eine gute Kombination: Kunst und Blumen. Es entsteht eine besondere Harmonie, wenn sich Kunst und Blumen ergänzen», sagt Judith Tanner, die zusammen mit ihrem Mann Heinz Tanner die Gärtnerei Aareblumen führt. Schon vor der Zusammenarbeit mit dem Kulturverein gab es Kunst in der Gärtnerei, jedoch stellte damals nur ein Künstler aus, wie heute in der Adventszeit.

Im Rahmen der Ausstellung des Kulturvereins findet am 17. Februar ein Workshop zum Cartoonzeichnen statt, der von Iris Gerber geleitet wird. Sie stellt Bilder ihres 2014 verstorbenen Mannes Urs Gerber aus. «Ich habe Urs zu allen seinen Veranstaltungen begleitet besonders nach seinem Hirnschlag 1999, sei es zu Hochzeitsfeiern, Schulen oder Spitalbetten. Nach seinem Tod wollte ich eigentlich aufhören», sagt Iris Gerber. Freunde und Bekannte hielten sie davon ab: «Urs hinterliess eine grosse Lücke. Das Zeichnen und Malen mit ihm fehlte vielen Menschen. Ich freue mich, dass ich die Freude, die Urs in das Leben so vieler gebracht hat, nun weiterführen kann und dass sein Werk nicht einschläft», sagt die Künstlerin weiter. Am Workshop will sie die Freude am Zeichnen in den Teilnehmern wecken: «Wir werden Figuren in Schwarz-Weiss zeichnen. Die Teilnehmer lernen das Abc des Cartoons. Es ist wie beim Schreiben: Wenn jemand die Buchstaben kann, weiss er, wie er seinen Namen schreibt. Zuerst muss man den Aufbau der Cartoons lernen, danach kann man immer weitermachen», sagt die Künstlerin.

Neben Iris Gerber stellen noch neun weitere Künstler ihre Werke aus: Heinz Fichter aus Riken macht wie Erwin Surer aus Wittnau aus Altem schönes Neues. Während Fichter Holz und Kunststoff verwendet, setzt Surer auf Metall. Thomas Gysel hat Fotos aus seiner zweiten Heimat – dem Jura – mitgebracht. Die Fotos passen zu der musikalischen Begleitung der Familie Merz.

Claudia Schüttel aus Zeihen und Andres Gloor aus Seon stellen beide ihre Kunst aus Ton und Keramik aus. Francis Schneider aus Auenstein produziert grosse Holz Kunstwerke, während Christian Lüscher aus Hirschthal feine Drechselarbeiten präsentiert. Rolf C. Wyss aus Härkingen fertigt feine Bronze-Skulpturen auf marmornen Sockel und Susanne Hediger aus Seon stellt aus Eisen und Rost unter anderem Tierfiguren her.