Mandach

«Hirschen» hat zwei neue Wirtinnen – die Schwestern wollten immer etwas gemeinsam auf die Beine stellen

Feiern die Antrinkete (v. l.): Andrea Wenk und Monika Weber sowie Annelis und Andreas Krebs.

Feiern die Antrinkete (v. l.): Andrea Wenk und Monika Weber sowie Annelis und Andreas Krebs.

Monika Weber und Andrea Wenk sind die neuen Pächterinnen im Mandacher Gasthaus. Zur Antrinkete war die Wirtsstube voll besetzt.

Monika Weber und Andrea Wenk sind Schwestern. Seit sie denken können, wollten sie gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Nun stellen sie sich der Aufgabe, den Hirschen zu betreiben und bieten an sechs Tagen in der Woche gut bürgerliche Küche und persönlichen Service an. Montag ist Ruhetag. Weber ist gelernte Servicefachkraft mit Wirte-Patent und Wenk hat Kochen und das Kaufmännische gelernt. Gemeinsam bringen sie die optimalen Voraussetzungen für einen Gastronomie-Betrieb mit. Unterstützt werden sie dabei von ihren drei Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter.

In Zukunft kann man morgens immer schon um neun Uhr im «Hirschen» einkehren, die Öffnungszeiten wurden verlängert. So können jetzt die Gäste schon zum Znüni kommen. Ausserdem haben die beiden die Karte erweitert. Insgesamt kann man unter sechs Cordon-bleu-Varianten wählen. Alle – vom «Aargauer» mit Dörrzwetschgen, über das «Berner» mit Speck und Zwiebeln, bis hin zum «Hirschen» mit Rohschinken und Kräuterfrischkäse – machen einem den Mund wässrig. Daneben locken eine weitere kleine Karte und jede Menge feine Desserts.

Eine Atmosphäre, in der man gerne verweilt

An der Antrinkete füllt sich schnell die lichtdurchflutete Wirtsstube. 78 Gäste haben hier Platz. Die bequemen Holzstühle, der grüne Kachelofen und die frühlingshafte Tischdekoration schaffen eine Atmosphäre, in der man gerne verweilt. Die Wohnbaugenossenschaft Hirschen Mandach unter der Leitung von Andreas Krebs hat die Jahre zuvor das Gasthaus gewissenhaft renoviert und alles in einen Zustand versetzt, der den neuen Pächterinnen die Übernahme leicht machte.

Weber und Wenk verraten, dass sie im März bereits diverse Buchungen vorliegen haben: Eine Wandergruppe, ein Geburtstag, Generalversammlungen der örtlichen Vereine und eine Seniorengruppe haben sich angekündigt.

Ein Herz und eine Seele im «Hirschen»

Zur Feier des Tages werden Ghackets und Hörnli, sowie ein Getränk offeriert. Ausgelassene Stimmung macht sich breit und lebhafte Gespräche werden geführt. Wenk und Weber gehen immer wieder von Tisch zu Tisch und wechseln mit allen ein paar Worte. Auch draussen in der Gartenwirtschaft setzen sich nach und nach einige Gäste hin und geniessen die milden, fast frühlingshaften Temperaturen am vergangenen Sonntag.

Der gesamte Vorstand der Wohnbaugenossenschaft hat sich auch im Gasthaus Hirschen eingefunden. Die vier Herren sind froh darüber, dass mit Monika Weber und Andrea Wenk nun zwei bodenständige, fachkompetente Schweizerinnen das Ruder in die Hand nehmen und in Mandach etwas bewegen werden.

Annelis Krebs, die Frau des Präsidenten Andreas Krebs beschreibt dies so: «Mit den beiden kommt nun ein Herz und eine Seele in den ‹Hirschen›». Für viele, vor allem die Älteren, sei es nämlich wichtig, mit den Chefinnen persönlich reden zu können, ergänzt Krebs.

An einem der Tische sitzen mehrere Mandacher Rebbauern, vor ihnen steht ein beachtlicher Präsentkorb für die neuen Pächterinnen. Unter den Herren ist auch alt Gemeindeammann Fritz Märki. Er sagt: «Ich bin froh darüber, dass es in Zukunft nun weniger Wechsel gibt und stattdessen Beständigkeit einkehrt. So fühlt man sich hier wieder zu Hause.»

Ein Stück weiter sitzen zwei Damen. Eine von ihnen betont: «Wir kommen einfach gerne hierher, weil es im ‹Hirschen› so gemütlich ist.» Die dekorativen Hirsche aus Metall auf den Fenstersimsen leisten sicher ihren Beitrag zur Gemütlichkeit – aber hauptsächlich die beiden engagieren Frauen, Monika Weber und Andrea Wenk.

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