Windisch

«Hinz und Kunz»: Unterwindisch probt für das Theaterprojekt im Sommer

Dave Roth, Vertreter des Quartiervereins, und Bühnenbildnerin Jacqueline Weiss auf der Dieselmaschine, die Teil der Bühne ist. Carolin Frei

Dave Roth, Vertreter des Quartiervereins, und Bühnenbildnerin Jacqueline Weiss auf der Dieselmaschine, die Teil der Bühne ist. Carolin Frei

Die Bühnenbilder sind im Aufbau: Das Theater «Hinz und Kunz – Unterwindisch macht Theater» im Kunzareal nimmt immer mehr Formen an. Über 100 Mitwirkende machen mit bei einer Inszenierung, die im August Premiere haben wird.

Die Wand, die den Eingangsbereich und die Dieselmaschine im alten Diesellokal im Kunzareal trennte, ist weg. Und damit ist der Weg frei für ein Proben mit Kulisse für «Hinz und Kunz», zu der eben diese Dieselmaschine und das ganze Fabrikumfeld im dritten Teil des Theaters in Unterwindisch gehört.

Auch ein Turm wurde kreiert. So wird eine Rückblende in die Fabrikzeit und über den Turm zugleich ein Blick in die Neuzeit möglich. Zudem sorgen Gummifäden, die von Wand zu Wand gespannt sind, für einen virtuellen Zwischenboden.

Die Macher nutzen die gegebenen Maschinen und Räumlichkeiten, um mit Anbauten eine bespielbare Bühne zu kreieren. Hier wird etwa ein Brett über zwei

«Räder» der Dieselmaschine gelegt, dort mit einem Baugerüst eine zweite Spielebene geschaffen. «Viele Möbel haben wir vom Altersheim in Muri, in dessen Estrich sie lagerten. Etwas Weniges, etwa Transportkisten oder ein Wägeli, jedoch auch aus der Spinnereizeit», sagen Jacqueline Weiss und Dave Roth.

Die beiden zeichnen für das Bühnenbild bzw. das Schaffen der Infrastruktur für «Hinz und Kunz» verantwortlich. Selbstverständlich nicht alleine. Das Bühnenbild im Diesellokal besticht vor allem durch seine Lichteffekte. Um diese realisieren zu können, müssen erst noch elektrische Leitungen gezogen werden. «Das ganze Projekt ist eine rollende Planung»,betonen sie.

Dies gilt auch für den ersten Teil des Theaters. Auf einem halbstündigen Rundgang durch Unterwindisch kommt das Publikum immer wieder an Szenen, die sich an Bushaltestellen oder in Gärten abspielen.

Eine Installation etwa besteht aus zehn Kühlschränken,in denen ein Winterfilm abgespielt wird. Oder aber Leute tauchen aus dem Wasser auf.

Ein grosser Vorhang mit Wintermotiven wird über die Strasse gespannt. Öffnet er sich, so steht man an der Riviera im Sommer. «An den Fotocollagen für den Wintervorhang bin ich noch immer dran», sagt Jacqueline Weiss. Der zweite Teil steht dann im Zeichen des Zügelns, der Sandsackanlieferungen und des Durcheinanders mit all den Waren. Diese Szenen spielen sich auf dem Vorplatz des Diesellokals ab.

Premiere ist im August

Man darf gespannt sein, wie die rund 100 Mitwirkenden aus dem Quartier Unterwindisch sowie der Region Brugg-Windisch dieses Projekt umsetzen, das am 8. August Premiere hat.

Warum macht Jacqueline Weiss bei «Hinz und Kunz» mit? «Ich gehe leidenschaftlich gerne ins Theater und ich bin auch immer wieder bei künstlerischen Projekten und Installationen mit von der Partie», sagt die Lehrperson für textiles Werken und bildnerisches Gestalten.

Das Projekt als Bühnenbildnerin zu unterstützen, zusammen mit Stefan Hegi, macht ihr grossen Spass. Architekt Dave Roth stiess als Vertreter des Quartiervereins Windisch dazu, der das Projekt «Hinz und Kunz – Unterwindisch macht Theater» ins Leben gerufen hat. Auch er ist, wie alle anderen Mitwirkenden, mit viel Herzblut dabei.

Bei «Hinz und Kunz» wirken mehr als 100 Personen aus Unterwindisch sowie der Region Brugg-Windisch mit. Autor und Regisseur des Stücks ist Adrian Meyer.

Die Aufführungen finden im August an folgenden Daten statt:

8., 9., 10., 15., 16., 17., 22., 23., 24., 29., 30. und 31. Bei grosser Nachfrage wird «Hinz und Kunz» nochmals am 5., 6. und 7. September gespielt.

Billett-Vorverkauf ab 1. Juni. Weitere Informationen:

www.hinz-und-kunz.ch

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