Windisch
«Hinz & Kunz» des Quartiervereins Unterdorf fasziniert Hinz und Kunz

Der Quartierverein Unterdorf plant zu seinem 50-Jahr-Jubiläum ein grosses Theaterprojekt. Das spezielle Kulturprojekt – unter Einbezug möglichst vieler Bewohner und ihrer Talente – trägt den Namen «Hinz & Kunz».

Edgar Zimmermann
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Margrit Schaller befragt die Quartierbewohner Martin Bolliger (Mitte) und Christian Reusser. NN

Margrit Schaller befragt die Quartierbewohner Martin Bolliger (Mitte) und Christian Reusser. NN

Vor 50 Jahren ist der Quartierverein Unterdorf gegründet worden. Das Jubiläum soll mit einem speziellen Kulturprojekt begangen werden – unter Einbezug möglichst vieler Bewohner und ihrer Talente. Der pfiffige Titel ist bereits gefunden: «Hinz & Kunz».

Dies unter anderem auch als Anspielung auf die frühere Spinnerei Kunz, die das Unterdorf stark geprägt hat. Der Name Hinz soll demgegenüber die Gegenwart verkörpern.

Gefunden ist auch der Autor und Regisseur: der 57-jährige Adrian Meyer aus Gelterkinden. Er führte letztes Jahr Regie beim grossen Freiämter Landschaftstheater «Mit Chrüüz und Fahne».

Beim Windischer Auftrag handle es sich um ein spezielles Experiment, sagt er: «Ich stelle mir vor, dass es einen Collage-Charakter hat, indem szenenartig Entwicklung und Veränderung des Quartieres, Eigenarten und Visionen der Bewohnerschaft mit verschiedenen Gestaltungsmitteln wiedergegeben werden, möglicherweise an wechselnden Standorten.»

Projektgruppe an der Arbeit

An der Generalversammlung des Quartiervereines liessen sich die Teilnehmenden von den vorgestellten Projektideen faszinieren. Von den
63 Anwesenden hiessen 56 einen Beitrag von 10'000 Franken (ohne Gegenstimme) gut.

Weitere Unterstützung erhofft man sich von Sponsoring- und andern Beiträgen. Als Trägerschaft wird ein Verein gegründet, zudem ist eine Projektgruppe eingesetzt worden mit dem Initianten Christian Bolt, mit Tom Wernli, Irene Wegmann, David Roth und Eva Brogli.

Von der Einbindung der Bewohner, gerade auch der vielen Neuzuzüger, erhofft man sich eine weitere Stärkung des Zusammenhalts und des Quartierbewusstseins.

Vorerst arbeitet Meyer am Konzept des Theaterprojektes und sammelt Stoff. Bereits haben viele «Unterdörfler» ihre Mitwirkung signalisiert. Im September wird der definitive Entscheid bezüglich der Durchführung fallen.

Vier Gesprächsrunden

Vorgesehen sind die Aufführungen im Sommer 2014. Als Einleitung zum Jubiläumsjahr und Kulturprojekt führt der Quartierverein unter dem Titel «Persönlich» vier Gesprächsrunden mit Quartierbewohnern durch.

An der gestrigen Premiere interviewte Margrit Schaller im vollbesetzten «Löwen»-Säli Christian Reusser, ehemaliger Präsident des Quartiervereines und Martin Bolliger, ehemaliger Wirt des Restaurants Kurve.

Sie äusserten sich zu Quartierthemen wie Hochwasser, Spinnerei, Restaurants und zur Rolle des Quartiervereines. Es war eine ebenso interessante wie amüsante Gesprächsrunde, die dem anwesenden Adrian Meyer weiteren Stoff fürs Theaterstück lieferte.