Brugg
Hier zieht gleich ein ganzes Schulhaus um – und das Schulgespenst sagt tschüss

Gemeinsam mit dem Schulgespenst verabschieden sich die Schüler vom Stapfer.

Timea Hunkeler
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Das Provisorium für die Schüler des Stapferschulhauses Die Primarschüler des Stapferschulhauses werden voraussichtlich bis im Sommer 2018 in diesem Provisorium unterrichtet. Es besteht aus Containern, die auf der Freudensteinwiese aufgestellt sind.
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Die Schüler der Primarschule des Stapferschulhauses ziehen um Die Primarschüler verabschieden sich mit einem Tanz vom Schulgespenst auf dem Estrich.
Die Schüler der Primarschule des Stapferschulhauses ziehen um Das Mobiliar wird die Treppe hinauf getragen und im neuen Schulzimmer platziert.
Die Schüler der Primarschule des Stapferschulhauses ziehen um Die Schüler beziehen ihre neuen Klassenzimmer im Provisorium
Die Schüler der Primarschule des Stapferschulhauses ziehen um Die Primarschüler helfen den Lehrern dabei, die Gegenstände in ihr neues Klassenzimmer zu tragen.
Umzug der Primarschule aus dem Stapferschulhaus ins Provisorium
Die Schüler der Primarschule des Stapferschulhauses ziehen um Barbara Iten, Schulleiterin des Stapferschulhauses, erklärt den Kindern, was mit dem altehrwürdigen Dachstock im Estrich während der Sanierung geschieht.
Die Schüler der Primarschule des Stapferschulhauses ziehen um Auf dem "Türmli" singen die Kinder ein Lied über das Stapferschulhaus.

Das Provisorium für die Schüler des Stapferschulhauses Die Primarschüler des Stapferschulhauses werden voraussichtlich bis im Sommer 2018 in diesem Provisorium unterrichtet. Es besteht aus Containern, die auf der Freudensteinwiese aufgestellt sind.

Aargauer Zeitung

Plötzlich wird es im Estrich des Stapferschulhauses dunkel. Es weht ein eisiger Wind. Die Schüler der zweiten Klasse stehen dicht aneinandergedrängt in der Mitte des Estrichs. Dann ist ein Wimmern im Raum zu hören.

Hinter einem der zahlreichen Dachbalken erscheint ein weisses Gespenst, gespielt von der Lehrerin Gabi Hochreuter. Doch die Kinder sind ob des Anblicks nicht in Angst und Schrecken versetzt, sondern begeistert. «Da ist unser Schulgespenst!», ruft ein Kind vergnügt.

Barbara Iten, Schulleiterin des Stapferschulhauses, erzählt den Kindern etwas über das alte Gebäude, über den Estrich und das «Türmli».

Von diesem liessen die Kinder zuvor die roten Papierherzen, auf die sie ihre Wünsche für das neue Schulhaus Stapfer geschrieben haben, hinunter schweben. «Wir versuchen, die Wünsche der Kinder beim Umbau mit einzubeziehen», sagt Iten.

Abschiedstanz auf dem Estrich

Als das Gespenst anfängt zu sprechen, hören die Kinder aufmerksam zu. «Ich wohne schon lange hier im Estrich. Weil ihr Kinder jetzt wegzieht, weine ich jeden Tag», sagt das Gespenst zu den Schülern. Denn alle Primarschüler ziehen an diesem Tag aufgrund der Sanierungsarbeiten am Schulhaus Stapfer bis im Sommer 2018 ins Provisorium um.

Die Kinder schlagen einige Plätze vor, an denen das Gespenst nun sein Unwesen treiben könnte. «Bei mir zu Hause in der Badewanne», lautet etwa der Vorschlag eines Schülers. Dann wird Musik abgespielt.

Im abgedunkelten Estrich sind UV-Lampen aufgestellt, damit das weisse Gespenst beim gemeinsamen Tanz mit den Schülern leuchtet. Anschliessend verabschieden sich die Kinder vom Schulgespenst, das sie einlädt, in eineinhalb Jahren wieder in den Estrich zu kommen und zu schauen, wo es sich neu eingerichtet hat.

Die Zweitklässler steigen die steilen Treppen in Einerkolonne hinab. Sie gehen noch ein letztes Mal in ihr altes Schulzimmer im Stapferschulhaus und tragen die ersten Teile des Mobiliars ins Provisorium – den Containern, die auf der Freudensteinwiese stehen. Jedes Kind hilft beim Umzug mit.

Eine Matratze, die Spielbox oder Ordner werden von fleissigen Helfern getragen und finden ihren Platz im neuen Schulzimmer. Die Primarschüler haben zudem länger Sportferien, damit die Lehrpersonen die neuen Klassenzimmer fertig einrichten können.

Nach dem die Kinder die Gegenstände im neuen Schulzimmer verstaut haben, folgt die Besichtigung der Räume. Die Lehrperson führt die Schüler in jedes Zimmer, das sie staunend begutachten. «Die Schüler können es kaum erwarten, in die neuen Klassenzimmer zu ziehen», sagt die Lehrerin.