Bözen

Hier wird Bözen gleich für vier Dörfer Asylsuchende aufnehmen

In der gemeindeeigenen Liegenschaft im Oberdorf 5 in Bözen ziehen im kommenden Jahr zirka zehn Asylsuchende ein. CM

In der gemeindeeigenen Liegenschaft im Oberdorf 5 in Bözen ziehen im kommenden Jahr zirka zehn Asylsuchende ein. CM

In der Liegenschaft im Oberdorf 5 sollen acht bis zehn Flüchtlinge einziehen. Damit erfüllt die Gemeinde auch die Aufnahmepflicht für Elfingen, Hornussen und Zeihen.

Ab 2016 können sich die Gemeinden, die keine Asylsuchenden aufnehmen wollen, nicht mehr mit 10 Franken pro Platz und Tag freikaufen. Der Kanton wird dann die vollen Kosten von 113 Franken pro Platz und Tag in Rechnung stellen.

Die Ankündigung dieser Massnahme hat den Gemeinderat Bözen bewogen, die Nachbargemeinden Effingen, Elfingen, Hornussen und Zeihen an einen runden Tisch einzuladen und gemeinsam nach einer Lösung für die Erfüllung der Aufnahmepflicht zu suchen.

Was dabei herauskam, erläuterte der Gemeinderat Bözen am Freitagabend an einem Infoanlass: Als «Übergangslösung» sollen ab Januar in der gemeindeeigenen Liegenschaft im Oberdorf 5 acht Asylsuchende – bevorzugt werden Männer aus Sri Lanka mit positivem Entscheid – in die Räume im ersten Stock einziehen. Geht es nach dem Kantonalen Sozialdienst, könnte man in dieser Liegenschaft maximal 20 Personen unterbringen, empfohlen werden allerdings 10 Personen.

Aktuell müsste Bözen zwei, Elfingen einen, Hornussen zwei und Zeihen drei Asylsuchende – insgesamt also acht – aufnehmen. Gut möglich, dass diese Zahl aufgrund der angespannten Situation nächstens nach oben korrigiert wird. Die Gemeinde Effingen suche eine eigene Lösung, man stehe aber in Kontakt, sagte der Bözer Ammann Robert Schmid.

Beschäftigung in der Gemeinde

Dass sich Zeihen weder an der Verwaltung 3 plus noch am Entwicklungsprojekt beteilige und nun die Asylsuchenden in Bözen beherbergen wolle, wurde in der Diskussion mehrfach kritisiert.

Das müsse man beim Verteilschlüssel unbedingt berücksichtigen, so der Appell an den Gemeinderat. Dieser zeigte sich mit der positiven Grundeinstellung gegenüber dem Vorhaben bei den rund 40 Anwesenden zufrieden. Schmid betonte: «Ich bin klar der Ansicht, dass wir die Bewohner innerhalb der Gemeinde beschäftigen sollten.»

Diese gemeinsame Lösung soll das Budget der Einwohnergemeinde Bözen um rund 137 000 Franken entlasten. Die ab 2016 höheren Ersatzabgaben von mindestens 82 490 Franken, die sich die Gemeinde nun sparen kann, würden gemäss Schmid 5,5 Steuerprozenten entsprechen.

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