Mit Hans Wältis Schwank «Pfäffer und Salz» in drei Akten hat das Theater Bözen unter der Regie von Sabrina Basler dem Start ins Jahr 2011 auf der Bühne in der Turnhalle eine «Krone» aufgesetzt. Wer bei keiner der ersten beiden Aufführungen dabei sein konnte, hat am nächsten Wochenende nochmals Gelegenheit, die Komödie zu sehen.

Wenn der Bruder des Bruders als Bruder sowohl zufällige wie gewollte Begegnungen und Lebenssituationen bestmöglich zu seinen Gunsten thematisiert - dann sind der Kunstmaler Franz Gröbli (Peter Amsler) und der Gemüsehändler Klaus Gröbli (Marco Liebhardt), die sich wie Zwillinge gleichen, im Element.

Immer wieder ein Rollentausch

Sie vertauschen die Rollen, wenn das der jeweiligen Situation Spannung, Komik und Überraschung bringen soll: sei es als Ehemann, der im Suff den Heimweg nicht mehr findet; sei es als Kunstmaler an der Staffelei.

Grund dazu bieten nicht bloss die Schauspielerin Lisa Beusch (Tanja Steinmann), die Animierdame Lisbeth Keusch (Jessica Mediavilla) oder die Nachbarin Annalore Buschnagel (Tamara Killer), sondern auch die Ehefrauen der beiden Hauptdarsteller, Franz Gröblis Luise (Nina Trost) und Klaus Gröblis Adele (Alexandra Berner). Eine Schlüsselfigur in der Komödie «Pfäffer und Salz» ist jedoch auch der Kunsthändler Alois Jäger (Sven Kistler), der Gröblis ohne Kopf gemaltes Aktbild (zu dem Annalore, die Nachbarin, Modell stand) zum teuren Kunstgemälde werden lässt.

Und dann sind da noch die im Dreiakter zum Finale führenden Pointen von Anwalt Dr. Beat Schmöcker (Michael Winter), der einmal als Arzt eine Therapie verordnet, kurz darauf jedoch eine Privatdetektei eröffnet und «den sehr schwierigen Fall Gröbli» gleich selber übernimmt, bevor er wegen der Aktbild-Geschichte (in der ja auch er dem Maler Modell gestanden hat) und der überraschenden Klärung der Ereignisse in Ohmacht fällt.

Kurzum: Wer die Komödie «Pfäffer und Salz» in der Turnhalle Bözen nicht gesehen hat, hat eine Gelegenheit verpasst, das neue Jahr 2011 mit einem herzlichen Lachen zu begrüssen. (adr)

«Pfäffer und Salz» Aufführungen am 7./8. Januar, 20 Uhr, Turnhalle Bözen.