Brugg
Hier ist der Übergang von Kunst zu Schrott fliessend

Die Umgebung mache neugierig, es herrsche eine besondere Atmosphäre, sagen Monika und Dominik Bingisser, die für den Schrottplatz im Brugger Wildischachen zuständig sind. Unter dem Titel «Schrottplatz – live at work» öffnen sie die Tore.

Michael Hunziker
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Sie sind beteiligt am Kulturanlass «Schrottplatz – live at work» (von links): Severin Egli (Gastro), André Kneubühler (Koch), Dominik Bingisser (Schrottplatz-Inhaber und Künstler), Claudio Cassano (Künstler), Oliviero Gorza (Künstler), Daniel Kirchhofer (Organisationskomitee) und Philipp Bingisser (Künstler).

Sie sind beteiligt am Kulturanlass «Schrottplatz – live at work» (von links): Severin Egli (Gastro), André Kneubühler (Koch), Dominik Bingisser (Schrottplatz-Inhaber und Künstler), Claudio Cassano (Künstler), Oliviero Gorza (Künstler), Daniel Kirchhofer (Organisationskomitee) und Philipp Bingisser (Künstler).

Michael Hunziker

An Überraschungen soll es nicht fehlen am Kulturanlass der etwas anderen Art am 22. und 23. August.

An der Vernissage am Freitag stehen ab 19 Uhr ein Auftritt von Comedian Charles Nguela sowie eine Eis-Licht-Bild-Schau auf dem Programm. Am Samstag ist das Gelände ab 14 Uhr geöffnet, ab 18 Uhr können sich rund 50 Gäste – auf Anmeldung – mit einem Schrottplatz-Dinner verwöhnen lassen. Es folgen Live-Konzerte aus dem Container mit Sandra Rippstein und The Rippettes sowie ein Nacht-Bronzegiessen.

Am Anlass beteiligt sind die Künstler Sebastiano Bucca, Claudio Cassano, Cla Coray, Tom Gerber, Oliviero Gorza, Remy Schärer sowie Dominik Bingisser und Philipp Bingisser. Für den Gastrobereich verantwortlich zeichnen Severin Egli und André Kneubühler.

«Es gibt so viele tolle Künstler»

Die Idee für den Kulturanlass sei vor rund sechs Jahren bei der Sanierung des Schrottplatzes entstanden, blicken Monika und Dominik Bingisser zurück. Sie hätten sich zum Ziel gesetzt, etwas nicht Alltägliches auf die Beine zu stellen. In diesem Jahr findet «Schrottplatz – live at work» zum dritten Mal statt. Die Erfahrungen seien positiv, das Echo von Besuchern und Mitwirkenden erfreulich, stellen Bingissers fest. «Das Konzept und der Zweijahres-Rhythmus haben sich bewährt.» Klar: Die Organisation und die Vorbereitungsarbeiten seien neben ihrem Beruf eine echte Herausforderung. Aber: «Wir haben selber grossen Plausch.» Das dichte Programm habe sich wieder «so ergeben», fahren Bingissers mit einem Schmunzeln fort. «Es gibt einfach so viele tolle Künstler.» Der Schrottplatz biete unzählige Möglichkeiten.

Dieser Aussage pflichtet Künstler Claudio Cassano bei. Der Übergang von Kunst zu Schrott sei fliessend, es bleibe viel Raum zum Improvisieren. Gerade die Live-Performances seien «sehr experimentell», führt Cassano aus. «Hier auf dem Schrottplatz spielt es keine Rolle, wenn einmal etwas danebengeht.»

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