Windisch

Hier entsteht die neue Station für psychische Krisenintervention

Kran transportiert ein Modul für die neue Kriseninterventionsstation auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik Königsfelden. CM

Kran transportiert ein Modul für die neue Kriseninterventionsstation auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik Königsfelden. CM

Ein Kran hievt im Halbstundentakt 16 Module auf das Areal. Die erste Kriseninterventionsstation im Kanton mit suizidsicheren Badezimmern ist ab 7. November einsatzbereit.

Wie riesige Puppenstuben werden die Baumodule durch die Luft getragen. Die Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) haben grosse Pläne (siehe Box) auf dem Areal in Königsfelden. Neben dem Begegnungszentrum wird derzeit ein Provisorium errichtet, indem die Räumlichkeiten für die geplante Kriseninterventionsstation und die 24-Stunden-Triage Platz finden werden (die az berichtete).

Ein rund 10 Tonnen schwerer Modul für das neue Kriseninterventionszentrum der psychiatrischen Klnik Königsfelden wird abgeladen.

Ein rund 10 Tonnen schwerer Modul für die neue Station des Kriseninterventionszentrum der psychiatrischen Klnik Königsfelden wird abgeladen.

Im Halbstundentakt karren grosse rote Lastwagen neun bis zehn Tonnen schwere Module auf das Areal der Psychiatrischen Klinik. Flinke Hände befestigen daran Aufhängevorrichtung und ein imposanter Kran transportiert das künftige Patientenzimmer Minuten später zum vorbereiteten Standort, wo das Modul vorsichtig auf den Betonstelzen abgesetzt wird. Dahinter steht bereits ein zweigeschossiger Bau mit 12 Modulen, in dem Büros und im Erdgeschoss die 24-Stunden-Triage platziert werden.

Neu rund um die Uhr erreichbar

Die 24-Stunden-Triage und Kriseninterventionsstation sind für Ärzte und zuweisende Stellen neu rund um die Uhr erreichbar. «Wir gehen bei der neuen Kriseninterventionsstation von einem Aufenthalt von durchschnittlich zehn Tagen aus. Somit werden wir dem Grundsatz ambulant vor stationär gerecht», sagt Urs-Peter Müller, CEO ad interim.

Die Patienten können also ohne stationäre Aufnahme abgeklärt werden. Die PDAG übernähmen mit diesem Projekt, das die einzelnen Stationen entlaste, eine Pionierrolle gegenüber anderen Kantonen, so Müller.

Suizidsichere Badezimmer

Auf der neuen Station im Modulbau wird es 16 Betten, einen Ess- und Aufenthaltsraum sowie ein Stationszimmer geben. «Die Module sind soweit vorgefertigt, dass sie nur noch ans zentrale Heizsystem, die Wasser- und Stromleitungen angeschlossen werden müssen», sagt der zuständige Projektleiter Samuel Sommerhalder. Die Badezimmer sind suizidsicher eingerichtet. Das heisst: Duschstange und Kleiderhaken sind so befestigt, dass sie sich bei zu starker Belastung lösen.

Nach nur zwei Tagen sind alle Module platziert und mit einem Flachdach überdeckt. Dann werden die Zweierzimmer mit Mobiliar ausgestattet: Längs zur Wand werden die Betten gestellt dazwischen Schränke und gegenüber Tisch und Stühle. Die Bauarbeiten sollten Ende Oktober abgeschlossen sein.

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