Steilwandkurven kratzen, Wellen surfen und Jumps üben: Das ist im Brugger Schachen bald möglich. Hinter den Trainingsplätzen des FC Brugg wird in diesen Tagen der Pumptrack des Vereins «BikeAttrAktiv» realisiert. Die Profis der Firma «Velosolutions», die in diesem Bereich weltweit tätig ist, erstellen die Steilwandkurven und die Wellen. Mithilfe von Baggern, Kompressoren, aber auch mit viel Handarbeit. Die Arbeiten kommen gut voran, zurzeit werden die Grundformen – die Wellen und Kurven – erstellt.

Der Brugger Pumptrack nimmt erste Formen an.

Der Brugger Pumptrack nimmt Form an.

Bereits nächsten Dienstag wird die Anlage asphaltiert. «Es ist ein Kunstwerk», schwärmt Urs Häseli, Aktuar des Vereins. Er hat sich extra Ferien genommen, um die Entstehung hautnah mitzubekommen. «So etwas erlebt man sonst nicht mehr. Es macht Freude, beim Aufbau zuzusehen», sagt er. Es habe viel Energie, viel Aufwand gebraucht, das Projekt zu realisieren. Nun komme es endlich gut. «Die Mühe und Warterei hat sich gelohnt», bilanziert Häseli.

Ab Mitte November befahrbar

Ab Mitte November dürfte der Pumptrack mit Velos, Skates und Skateboards befahrbar sein. Offiziell eröffnet wird die Anlage im nächsten Frühling. Bis dahin wird der Verein die Lücken zwischen dem Asphalt begrünen, Bänkli aufstellen, Abfallkübel bereitstellen und einen Zaun ums Gelände ziehen.

Für die Abfallentsorgung wird der Verein zuständig sein. «Obwohl es öffentlicher Grund ist», sagt Häseli und meint: «Schade, dass wir hier seitens der Stadt keine Unterstützung bekommen. Viel Geld kostet das ja nicht.» Man habe den Entscheid aber akzeptiert, der Verein werde für die Entsorgung aufkommen.

Alle kommen auf ihre Kosten

Für den Betrieb des Pumptracks ist der Verein «BikeAttrAktiv» verantwortlich. «Wir versuchen jetzt, den Verein noch zu festigen», sagt Urs Häseli. Man sei auch dabei, Ideen zu entwickeln, was auf dem Pumptrack alles angeboten werden soll. «Wir denken darüber nach, dass eine Person jeweils an einem fixen Abend vor Ort sein wird, um Anfängern erste Erfahrungen auf dem Pumptrack zu ermöglichen», erklärt Häseli. «Denn nicht alle trauen es sich zu, sofort loszufahren.» Die Bahn ist übrigens so gestaltet, dass Anfänger und Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

Die asphaltierte Pumptrack-Anlage wird die erste ihrer Art im Kanton Aargau sein. Die Verantwortlichen des Vereins «BikeAttrAktiv» sind überzeugt, dass sich Brugg mit dem Pumptrack von konventionellen Sportanlagen anderer Gemeinden abheben und so die Attraktivität der Region steigern kann.