Am Freitag, 9. November, ist es so weit: Das zweite Studioalbum der 2015 gegründeten Brugger Band Burning Witches erscheint. Getauft wird die Platte am selben Abend im Salzhaus in Brugg. Ein Heimspiel für die fünf Musikerinnen aus Brugg. «Wir freuen uns, zu Hause spielen zu können. Im Salzhaus haben wir schon viel erlebt», sagt Sängerin Seraina Telli. Einen Tag später, am 10. November, wird die CD dann ein zweites Mal getauft und zwar in Mannheim (D). «Wir haben viele Anfragen für Konzerte in Deutschland, deshalb spielen wir dort auch noch ein Konzert», erklärt Telli.

Bereits sind Vorbestellungen für das Album mit dem Titel «Hexenhammer» eingetroffen. Elf Songs sind auf der neuen CD, auf der Special Edition sind es sogar zwölf. Daneben ist exklusiv für Japan eine weitere Special Edition mit zwölf Songs erhältlich. Das Besondere daran ist die akustische Version der Ballade. Das Ziel der Band ist es, irgendwann zwei bis drei Wochen durch Japan zu touren.

Vertrag bei internationalem Label

Vorerst bleiben die Burning Witches auf ihren Touren noch in Europa. Vor Kurzem haben sie eine Konzertreihe in Spanien gespielt und waren bei einem Festival auf Mallorca zu Gast. Ab dem 11. Januar sind sie dann mit der Band Grave Digger auf der «Tour of the living Dead». Diese führt die Brugger Musikerinnen durch Deutschland, nach Paris und London und wieder nach Spanien. Seit Anfang 2018 sind sie zudem beim internationalen Label Nuclear Blast unter Vertrag. «Das ist immer noch etwas unwirklich», sagt Seraina Telli.

Mit dem Schreiben des zweiten Albums haben die Musikerinnen praktisch gleich nach dem Release des ersten Albums begonnen. «Ende 2017 hatten wir die Songs schon beisammen, Anfang 2018 haben wir dann mit den Aufnahmen begonnen», so Telli, die die Songs zusammen mit Gitarristin Romana Kalkuhl Eskic schreibt.

Hexenverfolgung als Thema

«Wir sind als Band enger zusammengewachsen, sind auch daneben gut befreundet. Das Songschreiben ist uns noch besser gelungen als beim ersten Album», sagt Seraina Telli. Sie würden mit ihren Songs die ganzen Facetten des Heavy Metal abbilden, so die Sängerin. Neben Seraina und Romana sind Gitarristin Sonia, Bassistin Jay und Schlagzeugerin Lala Teil der Burning Witches.

Der Titel des Albums, «Hexenhammer», der auch ein Songtitel ist, bezieht sich auf das Werk zur Legitimation der Hexenverfolgung des Dominikanermönchs Heinrich Kramer (1430–1505). Im Video zum Song, das auf dem Schloss Liebegg und im dortigen Hexenmuseum gedreht wurde, spielt Heinrich Kramer ebenfalls eine Rolle. Die Burning Witches widmen ihm noch einen zweiten Song. Mit dem Stück «Open your Mind» weisen sie auf die derzeitige politische Lage hin. «Wir sagen: ‹Macht die Augen auf›», so Telli. Nicht fehlen darf auch ein Cover von «Holy Diver» der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band Dio. Wichtig ist den Burning Witches, mit den Songs eine Message rüberzubringen. «Mit Musik kann man die Leute auf einer anderen Ebene berühren», so Telli.

Bereits am 30. November werden die Hexen wieder im Brugger Salzhaus auftreten. Anlässlich der Konzertreihe «8×15» von Radio SRF Virus spielen sie neben sieben anderen Bands maximal 15 Minuten lang. «Wir möchten in dieser kurzen Zeit einen Eindruck unserer Musik abgeben», sagt Telli.

Drei Songs aus dem neuen Album «Hexenhammer»:

Burning Witches - Executed

Burning Witches - Open Your Mind

Burning Witches - Hexenhammer