Seit Montag gehen im Schulhaus Stapfer wieder Kinder statt Bauarbeiter ein und aus. Die neuen und die frisch renovierten Zimmer sind bezogen, die Umgebung wird von Lehrpersonen und Kindern erkundet. Eine Gefahrenquelle haben die Lehrpersonen entdeckt: Über den neuen Räumen im Untergeschoss ist eine Terrasse entstanden. Diese wird durch eine breite Mauer mit Geländer abgegrenzt. Allerdings: Die breite Mauer lädt zum Sitzen ein und das Geländer, das einer erwachsenen Frau zum Bauch reicht, zum Klettern. Eine kleine Unsicherheit, ein Misstritt, könnten beim Herumklettern reichen, um hinter der Mauer abzustürzen. Das Begehen der Mauerkrone ist nicht zulässig.Die Lehrpersonen nutzten am Montag den Schulanfang dazu, um die Primarschüler und deren Eltern auf die Situation aufmerksam zu machen. Vehement wurden die Kinder darum gebeten, das Klettern und Begehen der Mauer zu unterlassen.

Das Geländer über dem Neubau des Schulhaus Stapfer stellt für die Kinder eine Gefahr dar, da sie einfach darüber klettern können und auf der anderen Seite herunterfallen könnten.

Das Geländer über dem Neubau des Schulhaus Stapfer stellt für die Kinder eine Gefahr dar, da sie einfach darüber klettern können und auf der anderen Seite herunterfallen könnten.

Ein Augenschein vor Ort gestern Mittwoch in der 10-Uhr-Pause zeigt: Die Kinder halten sich an die Anweisung der Lehrpersonen. Einige lehnen sich lässig ans Geländer, andere deponieren ihre Znünibox auf dem Mauervorsprung, wiederum andere halten sich am Geländer fest und schauen auf den Platz herunter. Etwas anders sieht es bezüglich Geländer der breiten Treppe aus: Da kann es ein Bub nicht lassen, vergnügt herunterzurutschen.

Renoviertes Stapferschulhaus mit gefährlichem Geländer

Eine Lehrerin informiert die Primarschüler und ihre Eltern über die Gefahren auf dem «neuen» Schulhausplatz.

Lehrer beobachten Situation

Zur Situation sagt Jörg Steinhardt (Projektleiter Planung und Bau der Stadt Brugg): «Die Mauer ist innen- oder benutzerseitig so angelegt, dass diese mit mehr als 65 cm als nicht begehbar gilt. Die Höhe des Handlaufs beträgt mindestens einen Meter.» Das neue Schulhaus sei mängelfrei an die Nutzer übergeben worden. Eine Abnahme mit der Bewilligungsbehörde ist noch geplant. Und: Die Kinder seien von den Lehrpersonen mit dem Gebäude vertraut gemacht und über Regeln informiert worden, an die sie sich halten müssen. Steinhardt ergänzt: «Der Gebrauch des Schulhauses samt Umgebung durch die Kinder wird von den Lehrpersonen beobachtet. Wenn nötig, werden noch zusätzliche Massnahmen erfolgen.»

«Euse neu Palascht»: die Schüler singen das Stapferlied

«Euse neu Palascht»: die Schüler singen das Stapferlied.

Die offizielle Einweihungsfeier des Schulhauses Stapfer findet statt am Samstag, 1. September. Die freie Besichtigungsmöglichkeit besteht an diesem Tag von 10.30 bis 14 Uhr. Dazu gibt es eine Festwirtschaft, Pausenplatzspiele, eine kleine Gewerbeschau sowie Führungen von Schülerinnen und Schülern zu den Handwerkerarbeiten.