Schinznach
Heimatmuseum startet in neue Saison mit Fahne, Stacheln und Gewehren

Im Heimatmuseum Schinznach beginnt am Sonntag die Saison 2015. Zu sehen gibt es eine Sonderausstellung sowie eine Vereinspräsentation der Schützen.

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Die alte Fahne des Schützenvereins von Schinznach gehört zu den zahlreichen Ausstellungsstücken der Schiessvereine des Schenkenbergertals.

Die alte Fahne des Schützenvereins von Schinznach gehört zu den zahlreichen Ausstellungsstücken der Schiessvereine des Schenkenbergertals.

zvg / Ernst Rothenbach

Das Heimatmuseum Schinznach öffnet seine Türen diesen Sonntag, 3. Mai, zwischen 14 und 17 Uhr. Die eine Türe führt stracks zur Sonderausstellung der versteinerten Stachelhäuter, über die andere Türe ist der Ausstellungsraum der diesjährigen Vereinspräsentation, der Schützen nämlich, zu erreichen. Geologe Werner Heckendorn nimmt sein Publikum mit auf eine Zeitreise 165 Millionen Jahre zurück in den Lebensraum der Fossilien.

Neben den Fossilien in den Vitrinen der Dauerausstellung im Gewölbekeller lagerten eben noch weitere Schätze in Schubladen verborgen im Depot – allesamt versteinerte Stachelhäuter, also zum Beispiel Seelilien, Seesterne, Seewalzen und Seeigel aus offiziellen und weniger offiziellen Ausgrabungen im Heistersteinbruch oberhalb Schinznach. Diese gilt es nun endlich zusätzlich in einer Sonderausstellung zu präsentieren.

Um den vor 165 Millionen Jahren quicklebendigen Meerestieren näher zu kommen, um ihre Struktur und ihren Aufbau zu studieren und damit ihren Erhaltungszustand zu würdigen, dürfen diese Exponate durchaus in die Hand genommen und aus nächster Nähe inspiziert werden. Im kurzen Vortrag von Werner Heckendorn um 14.30 Uhr wird zudem der damalige Lebensraum mit dem lauwarmen Meer über dem heutigen Schenkenbergertal aufs Lebhafteste illustriert.

Später in der Museumssaison werden die versammelten Schützen – die Schützengesellschaft Schinznach-Dorf, die Feldschützengesellschaft Oberflachs, die ehemaligen Kleinkaliberschützen Schenkenbergertal Schinznach-Dorf, der ehemalige Pistolenclub Schenkenbergertal und der Combatclub Scorpion – ebenfalls spezielle Sonntagsprogramme zur Unterstützung ihrer vielversprechenden Sonderausstellung bestreiten.

Die Besichtigung der bereits bestehenden Dauerausstellungen zum hiesigen Rebbau, des in Vitrinen gehüteten Fossilienschatzes vom Heistersteinbruch und des Raumes mit allerhand abenteuerlichen Gegenständen zum Thema «Licht und Wärme» rundet den Sonntagsausflug ab. (az)

Heimatmuseum in Schinznach an der Oberdorfstrasse 13 hinter dem Gemeindehaus (Postautohaltestelle «Gemeindehaus»); Öffnungszeiten: jeden ersten Sonntag im Monat von Mai bis November von 14 bis 17 Uhr; zusätzliche Führungen: Emil Hartmann, 056 443 21 54.