Windisch

Heidi Ammon: «Der Campus weckte uns aus dem Dornröschenschlaf»

Gemeindepräsidentin Heidi Ammon zieht nach fünf Jahren eine positive Bilanz.

Gemeindepräsidentin Heidi Ammon zieht nach fünf Jahren eine positive Bilanz.

Gemeindepräsidentin Heidi Ammon äussert sich im Interview über den Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz, der ihrer Gemeinde den erhofften Entwicklungsschub gebracht hat. Sie blickt «mit Stolz» auf die ersten fünf Jahre zurück.

Inwiefern haben die Standortgemeinden vom Campus der Fachhochschule in Brugg-Windisch bis jetzt profitiert?

Heidi Ammon: Die Campuskultur bietet der Öffentlichkeit interessante Musik-, Film-, bildende Kunst- und Interface-Vorträge, aber auch Outdoor-Anlässe, wie beispielsweise aktuell die Eiskunstbahn und das Eisstockschiessen. Nicht zu vergessen sind die vielseitigen Anlässe im Campussaal. Da war die Winter-Night am 7. Dezember, die zweite Kulturnacht wird am 22./23. Februar 2019 stattfinden und vieles mehr. Das ehemalige unspektakuläre Areal, man könnte es auch Hinterhof nennen, präsentiert sich heute in einem attraktiven Outfit, das zum Sein und Verweilen einlädt.

Wie hat der Campus-Neubau die Standortgemeinden verändert?

Der Standortentscheid des Kantons hat die Gemeinde Windisch aus dem Dornröschenschlaf geweckt und zu einem umfassenden Entwicklungsschub in unserer Gemeinde geführt. Der Gemeinderat Windisch hat diesem noch zusätzlich Schub verschafft, indem er die Innenverdichtung im Zentrum zusätzlich angestossen hat mit dem Projekt «Entwicklung und Verkauf Fehlmannmatte». Mit dem Dorfkern und dem Kunzareal in Unterwindisch wurden weitere Areale entwickelt. Das führte zum Wachstum der Einwohnerzahl und der Finanzkraft.

Was hat sich die Gemeinde Windisch vom Campus erhofft?

Wir erhofften uns den dringend notwendigen Entwicklungsschub. Neben der Neupositionierung als Bildungsstadt, setzten wir auch auf die eigene Entwicklung. Darunter verstehe ich ein familienfreundliches Rahmenangebot, Kitas und das Schulangebot.

Wir haben zudem mit der guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr geworben. Neben der Modernisierung haben wir aber auch der römischen Geschichte unserer Gemeinde Platz und Raum einberaumt. Diese präsentiert sich nun in neuer Form. Wir haben damit nicht nur die anderen entwickeln lassen, sondern haben von uns aus mit Eigenleistung eine attraktive Gemeinde entwickelt.

Was ist anders herausgekommen, als man es sich ursprünglich erhofft hat?

Im Bereich des studentischen Wohnens gibt es zwar Bedürfnisse, aber nicht ganz im erwarteten Umfang. Mit der Anmietung der Liegenschaft der Landi haben wir darauf reagiert. Das Angebot ist gut, hat sich aber in kleinem Rahmen eingependelt.

Wo gibt es aus Ihrer Sicht noch Optimierungspotenzial?

Mit der Eröffnung des Hotels und dem Bezug der Wohnungen im Centurion Tower werden wir noch einmal alle gefordert sein. Ich hoffe auch da auf ein gutes Zusammenarbeiten, Verständnis und Respekt. Ich blicke mit Stolz auf die ersten fünf Jahre zurück, schätze den guten Austausch mit der Fachhochschulleitung und den verschiedensten Playern auf dem Campus-Areal – danke!

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