Hausen
Neuer Gemeinderatskandidat für den zweiten Wahlgang ins Rennen geschickt

Kurt Schneider kandidiert für den fünften Gemeinderatssitz. Zudem steht für die Wahl in das Vizeammannamt ein weiterer Name fest. Das Stimmvolk darf sich auf einen spannenden Wahlherbst freuen.

Claudia Meier
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Kandidat Kurt Schneider lebt seit 22 Jahren in Hausen.

Kandidat Kurt Schneider lebt seit 22 Jahren in Hausen.

Bild: zvg

Am Dienstagmittag läuft die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang der Gemeinderatswahlen vom 26. September in Hausen ab. In der Exekutive sind – nach dem geschichtsträchtigen ersten Wahlgang, bei dem vier Neue inklusive Ammann gewählt wurden – noch der fünfte Sitz sowie das Vizeammannamt für die kommende Amtsperiode ab 2022 zu besetzen.

Für die Stichwahl im Herbst sind bisher die Kandidierenden Urs Weilenmann (SP, neu) sowie Tonja Kaufmann und Sabine ­Rickli (beide SVP, bisher) bekannt. Alle drei haben das absolute Mehr im ersten Wahlgang verpasst. «Das ruft nach einer neuen Lagebeurteilung», heisst es in einer Mitteilung, die der ehemalige Vizeammann Hans-Peter Widmer (FDP) im Auftrag einer Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern verschickt hat. Gefragt sei eine Persönlichkeit, die das neue Team verstärke. «Kurt Schneider erfüllt dank seiner ausgewiesenen Kompetenzen alle Voraussetzungen als Gemeinderat», heisst es weiter.

Nach dem ersten Wahlgang kann er sich Mitarbeit vorstellen

Als ehemaliger Leiter der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde Windisch sowie als späterer Leiter der Stadtentwicklung von Aarau und als heutiger Stadtbaumeister von Olten bringt der 52-jährige Parteilose «ein grosses Fachwissen, Führungserfahrung und Verständnis für kommunalpolitische Abläufe mit, von denen Hausen in der gegenwärtigen Situation besonders profitieren würde». In Hausen sei die Revision der Bau- und Nutzungsordnung im Gang – das wichtigste Instrument für die Zukunft der Gemeinde –, und die Überbauung des Reichhold Campus nehme konkrete Formen an. In der Mitteilung steht weiter:

«Kurt Schneider verfügt für die Bewältigung dieser Aufgaben als Raumplaner, Wirtschaftsingenieur und Immobilienökonom über beste Voraussetzungen.»

Er wohnt mit seiner Ehefrau und zwei erwachsenen Töchtern seit 22 Jahren in Hausen und gehörte mehrere Jahre der Bau- und Planungskommission an. Auf die Frage der AZ, warum er nicht bereits im ersten Wahlgang für den Gemeinderat Hausen kandidiert habe, sagt Kurt Schneider: «Aufgrund der neuen Zusammensetzung des Gemeinderats kann ich mir eine Mitarbeit in der Exekutive nun gut vorstellen.»

Grünliberale verzichtet auf den zweiten Wahlgang

Nicht zum zweiten Wahlgang antreten wird Corine de Kater. Damit erreiche die GLP Hausen am ehesten das Ziel eines rundum erneuerten Gemeinderats, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Mit 443 Stimmen landete die Grünliberale im ersten Wahlgang auf dem zweitletzten Platz der neun Kandidierenden. Auf Nachfrage sagt Parteipräsident Christoph Mühlhäuser, dass die Grünliberalen Hausen die Kandidatur von Kurt Schneider unterstützen werden. Die Mitte-Partei will sich diesbezüglich noch mit ihren Mitgliedern absprechen.

Für die Vizeammannwahl angemeldet hat sich der aktuelle Schulpflegepräsident und künftige Gemeinderat Stefano Potenza (FDP). Auch die amtierende Frau Vizeammann Tonja Kaufmann (SVP) kandidiert für dieses Amt. Sie wird dabei vom frisch gewählten parteilosen Gemeinderat Lukas Bucher unterstützt, der eine Bisherige im Gremium als sinnvoll erachtet.