Hausen
GLP ortet Diskussions- und Verbesserungsbedarf beim Reichhold-Areal

Überdimensionierte Baufelder mit zu hohen Volumen fügen sich auf dem Reichhold-Areal ungenügend ans angrenzende Wohngebiet von Hausen und in die Landschaft ein – und sie erzeugen potenziell zu viel Verkehr, stellt die GLP fest. Die Ortspartei schlägt die Bildung einer Begleitkommission vor, um das Vorhaben besser in der Bevölkerung abzustützen.

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So soll der Campus Reichhold dereinst daherkommen..

So soll der Campus Reichhold dereinst daherkommen..

Visualisierung: zvg/Hiag

Ein Werkplatz nach bester Schweizer Tradition soll entstehen auf dem Campus Reichhold zwischen Hausen und Lupfig, auf dem sich kleine und grosse Unternehmen ansiedeln, Gewerbebetriebe genauso wie Industriefirmen – von der Schreinerei bis zur Entwicklungsabteilung. Realisiert wird, lautet das Ziel der zuständigen Hiag AG, ein gut erreichbarer Ort mit Zukunft, ein lebhafter Treffpunkt mit einem flexiblen Raumangebot, einem sorgfältig gestalteten Aussenraum sowie einer modernen Infrastruktur.

Für den Gestaltungsplan für das 75'000 Quadratmeter grosse Reichhold-Areal fand die öffentliche Mitwirkung statt. Stellung genommen hat auch die GLP Hausen. Die Partei ortet deutlichen Diskussions- und Verbesserungsbedarf – genau wie zuvor bei der Ortsplanung von Hausen.

«Wer behauptet, alles sei bestens aufgegleist und müsse nur noch durchgewinkt werden, erweckt einen falschen Eindruck», hält die GLP in einer Medienmitteilung fest. «Überdimensionierte Baufelder mit zu hohen Volumen fügen sich auf dem Reichhold-Areal ungenügend ans angrenzende Wohngebiet von Hausen und in die Landschaft ein, und sie erzeugen potenziell zu viel Verkehr.»

Die GLP spricht sich aus für mehr städtebauliche Sorgfalt – moderatere Baumassen, geringere Gebäudehöhen, besser gegliederte Baukörper, mehr Frei- und Grünräume –, ein ambitionierteres Energiekonzept sowie die Zulassung von Wohnnutzungen in Teilen des Areals. «Die Nutzungsvorschriften scheinen zu wenig auf die beschränkten Kapazitäten des Verkehrsnetzes abgestimmt», fährt die Partei fort.

«So sollte man am Verkehrsengpass Hauptstrasse-Süd nicht zwei Tankstellen zulassen.» Bei Nutzungen mit intensivem Publikumsverkehr sei überdies Zurückhaltung geboten und die Parkplatzzahl gering zu halten. «Trotz anderslautender Absichten werden die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs nicht ausgeschöpft», stellt die Partei weiter fest. Und:

«Dass nicht geplant ist, rechtzeitig zum Start des Reichhold-Areals einen Weg zum Bahnhof Lupfig einzurichten, ist unverständlich.»

Die Gemeinden Hausen und Lupfig haben gemäss GLP bis jetzt die öffentlichen Interessen auf dem Reichhold-Areal zu wenig geltend gemacht. «Sie sind Landeigentümer im Areal und haben zudem das Recht, von den Grundeigentümern eine Mehrwertabgabe zu verlangen, weil deren Grundstücke durch die Aufzonung einen Mehrwert erfahren.» Dies sollte nach Ansicht der GLP für attraktive öffentliche Angebote genutzt werden, zum Beispiel ein Park, eine Sport- oder Spielstätte.

Um das Vorhaben auf dem Reichhold-Areal besser in der Bevölkerung abzustützen, schlägt die Ortspartei die Bildung einer Begleitkommission vor, in der Anwohnende, Vereine, Parteien usw. ihre Anliegen vorbringen können. (mhu)

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