Hausen
Die Grünliberalen sagen Ja zum Budget, aber nein zur Hauptstrasse

Die GLP Hausen nimmt Stellung zu den Geschäften des Urnengangs vom 7. März und legt ihre Überlegungen dar.

Michael Hunziker
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Zur Diskussion stehen Strassensanierungen, hier die Sooremattstrasse.

Zur Diskussion stehen Strassensanierungen, hier die Sooremattstrasse.

Bild: Ina Wiedenmann (18. November 2020)

Gewichtige Entscheide werden gefällt an der Urne am Sonntag, 7. März, in Hausen: Zur Diskussion stehen erneut sowohl das Budget 2021 – diesmal mit einem um 6% erhöhten Steuerfuss von 105% – als auch das Strassensanierungsprojekt Hauptstrasse Nord und Sooremattstrasse.

Die GLP Hausen hat sich mit den Geschäften beschäftigt und empfiehlt das überarbeitete Budget zur Annahme. Dieses weise – im Gegensatz zu dem von der Gemeindeversammlung im vergangenen November abgelehnten Budget mit einem Steuerfuss von 106% – keinen Aufwandüberschuss mehr aus. Die GLP anerkennt, «dass der Gemeinderat aktualisierte Zahlen herangezogen und gespart hat, wo es möglich war».

Die Gemeinde braucht Einnahmen

Ebenfalls verweisen die Grünliberalen darauf, dass der finanzielle Spielraum gering sei. Hausen sei – «als Folge des Baus der üppigen Mehrzweckhalle samt happiger Kostenüberschreitung» – stark verschuldet und müsse seine Schulden in nächster Zeit abbauen. «Die Gemeinde braucht die Einnahmen mit dieser Steuerfusshöhe», führt die Partei aus und ergänzt:

«Es hängen ja auch noch die düsteren Wolken der Coronakrise über der Einnahmesituation.»

Für die geplante Strassensanierungen Hauptstrasse Nord und Sooremattstrasse hat der Gemeinderat die Teilprojekte so aufbereitet, dass einzeln abgestimmt werden kann. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich insgesamt 1,253 Mio. Franken.

Die Gemeinde braucht ein Gesamtkonzept

Die GLP spricht sich «zum jetzigen Zeitpunkt» gegen die Strassensanierungen aus. «Auf den Beginn der Besiedlung des Reichholdareals braucht die Gemeinde ein Gesamtkonzept, wie der Verkehr von der Hauptstrasse ferngehalten werden kann», hält die Partei in einer Medienmitteilung fest. Dieses Vorgehen sehe auch der Kommunale Gesamtplan Verkehr (KGV) von Hausen vor. Die GLP fügt an:

«Die Hauptstrasse ist nicht dringend sanierungsbedürftig, die Gesamtschau kann abgewartet werden.»

Alle Bushaltestellen an der Hauptstrasse müssten gelegentlich behindertengerecht gestaltet werden, nicht nur wie jetzt geplant die Haltestellen «Turnhalle». «Auch das spricht für eine Gesamtschau.»

Hingegen befürwortet die GLP eine Entschärfung der Einmündung Geerenweg. Bei diesem handle es sich um eine Quartierstrasse, die auch der Schulweg- und Veloverbindung nach Windisch diene. «Die Doppeleinmündung ist unübersichtlich und verleitet heute Verkehrsteilnehmende dazu, die Kurve zu schneiden. Dies kann auf einfache Art behoben werden, indem der Geerenweg von der Soorenmattstrasse entkoppelt und direkt rechtwinklig in die Hauptstrasse geführt wird», so die GLP. Die vorgesehenen 52'000 Franken «für eine spürbare Verbesserung der Verkehrssicherheit» einzusetzen, lohne sich.

Weiter befürwortet die GLP die Teilvorlagen für die Sanierung der schadhaften Wasserleitungen von total knapp 380'000 Franken.