Hausen
Beide bisherigen SVP-Gemeinderätinnen treten zum zweiten Wahlgang an

Tonja Kaufmann und Sabine Rickli haben am 13. Juni die Wiederwahl verpasst. Nun haben sie entschieden, für den letzten freien Gemeinderatssitz nochmals zu kandidieren. Kaufmann stellt sich zudem erneut für die Wahl als Frau Vizeammann zur Verfügung.

Claudia Meier
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Für die kommende Amtsperiode ab 2022 ist noch ein Sitz im Gemeinderat und das Vizeammannamt frei.

Für die kommende Amtsperiode ab 2022 ist noch ein Sitz im Gemeinderat und das Vizeammannamt frei.

Bild: Sandra Ardizzone

Dass im ersten Wahlgang in Hausen praktisch der gesamte Gemeinderat ausgewechselt wird, ist auch Tage nach dem historischen Wahlsonntag noch das dominierende Thema im 3750-Seelen-Dorf. Gewählt wurden vier Neue mit Manuela Obrist und Stefano Potenza (beide FDP) sowie Lukas Bucher und Andreas Arrigoni (beide parteilos). Arrigoni wurde auch zum neuen Gemeindeammann gewählt. Alle drei Bisherigen schafften die Wiederwahl im ersten Durchgang nicht.

Vizeammann Tonja Kaufmann holte 532 Stimmen als Gemeinderätin.

Vizeammann Tonja Kaufmann holte 532 Stimmen als Gemeinderätin.

Bild: Zvg/Loredana Gioia

Für den fünften Gemeinderatssitz und das Amt des Vizeammanns findet der zweite Wahlgang zwar erst am 26. September statt, die Anmeldefrist für die Kandidierenden läuft aber bereits am 23. Juni ab. Bisher war bekannt, dass sich Urs Weilenmann (SP, neu) nochmals zur Verfügung stellen wird. Nun wurde auch bekannt, dass die beiden bisherigen SVP-Gemeinderätinnen Tonja Kaufmann und Sabine Rickli erneut kandidieren. Die 34-jährige Kaufmann bewirbt sich zusätzlich wieder um das Vizeammannamt.

Ein Minimum an Konstanz soll sichergestellt werden

Nach Gesprächen mit der Basis der SVP-Ortspartei, diversen Stimmbürgern, dem neuen Gemeindeammann Andreas Arrigoni, der Verwaltung und Gemeinderäten habe sie sich entschieden, im zweiten Wahlgang erneut als Gemeinderätin und Vizeamman anzutreten, teilt Tonja Kaufmann am Donnerstagabend mit. Die amtierende Frau Vizeammann hält fest: «Ich kann mir eine Zusammenarbeit mit den bereits Gewählten sehr gut vorstellen.» Gerne stelle sie ihnen ihr Netzwerk und die Erfahrung aus zwei Amtsperioden im Gemeinderat zur Verfügung. Sie sei sich der grossen Aufgabe vollkommen bewusst. Und weiter:

«Nach der gewünschten Kurskorrektur ist es für unsere wunderschöne Gemeinde sinnvoll, das Minimum an Konstanz sicherzustellen.»

Dafür brauche es umfangreiche Dossierkenntnisse, Tatkraft und Durchhaltefähigkeit.

Gemeinderätin Sabine Rickli erzielte im ersten Wahlgang 465 Stimmen.

Gemeinderätin Sabine Rickli erzielte im ersten Wahlgang 465 Stimmen.

Bild: Chris Iseli

Auch Sabine Rickli lässt sich nicht entmutigen von der verpassten Wiederwahl. «Die zahlreichen unterstützenden Rückmeldungen haben mich in meinem Entscheid bekräftigt, zum zweiten Wahlgang im September anzutreten», teilt die 60-Jährige mit. Rickli gehört dem Gemeinderat Hausen seit sechs Jahren an. Sie freut sich auf einen spannenden Wahlkampf.

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