Windisch
Hauptübung: Feuerwehr rettet Altersheimbewohner aus Pflegezentrum

17 Personen befreite die Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen aus dem Pflegezentrum Lindenpark an ihrer Hauptübung – auch das neue Kommandofahrzeug wurde eingeweiht.

Irene Hung-König
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Feuerwehrübung Altersheim Windisch
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Eine Frau wird via Leiter aus dem 2. Stock geborgen.
Gemeinderat Max Gasser weiht das neue Kommandofahrzeug ein.
Kommandant Stefan Hiltpold steigt aus dem neuen Kommandofahrzeug.
Die Kinder fragen die Sanitäterinnen aus.

Feuerwehrübung Altersheim Windisch

Irene Hung-König

Rauch tritt aus dem Erdgeschoss des Pflegezentrums Lindenpark aus, es brennt. Bewohner stehen auf den Balkonen, rufen um Hilfe. Die Küche ist ebenfalls tangiert, der Atemschutztrupp in seiner schweren Montur trifft auf beissenden Rauch. Vor Ort ist die Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen. Kommandant Stefan Hiltpold fährt mit dem neuen Kommandofahrzeug vor. Er ist auch Einsatzleiter dieser Hauptübung rund ums Pflegezentrum und verteilt die einzelnen Aufträge an die Mannschaft.

Von Moderator Reto Mohr erfahren die Gäste am Strassenrand, dass hier vorwiegend Rettungen gezeigt werden. Aus den verschiedenen Etagen werden Personen via Leiter geborgen. Der zuvor bestimmte «Offizier Rettung» sorgt dafür, dass alles koordiniert abläuft.
Warten auf die Ambulanz

Eine gerettete Frau wird zur Sanität gebracht. «Diese Personen müssen immer begleitet werden, damit sie im Schock nicht irgendwohin gehen», sagt Reto Mohr. Pflegeheimbewohner im Rollstuhl und Kinder werden aus dem Gebäude zur Sanität geführt. Der Feuerwehrarzt bescheinigt einen stabilen Kreislauf bei den geretteten Menschen, nun wird auf eine weitere Ambulanz gewartet. Verantwortlicher der Hauptübung am Dienstagabend und beschreibt das Pflegezentrum Lindenpark als nicht ganz realitätsnah, da es brandtechnisch gut ausgerüstet sei. «Trotzdem bietet das Zentrum eine gute Kulisse für die Hauptübung», erklärt er.

Schneller auf Platz

Der Windischer Gemeinderat Max Gasser hat nach der Hauptübung die Aufgabe, das neue Kommandofahrzeug einzuweihen. Seit Dezember 2016 ist der BMW X3 im Besitz der Feuerwehr und hat 18 Alarmfahrten hinter sich. «Spezialisten müssen rekrutiert und ausgebildet werden. Ebenso braucht es ein motiviertes Team, Material und die richtigen Fahrzeuge», sagt Max Gasser. Von Stefan Hiltpold erfährt er, dass der BMW ein sogenanntes Vorausfahrzeug ist und bei einem Alarm rund vier bis sechs Minuten schneller auf Platz sei als das Tanklöschfahrzeug. «Wir können uns so eher orientieren, was passiert ist.»

Die Gäste lassen sich beim Apéro den 2,6 Tonnen schweren Fünfplätzer zeigen und erklären. Das Fahrzeug ist unter anderem mit Triopanen, Wärmebildkamera, Fotokamera, Funkgeräten und Feuerlöscher ausgestattet. Im Ernstfall wird das Kommandofahrzeug von demjenigen Offizier gefahren, der als Erster im Magazin ist.

Nach der Übung gilt es für die Feuerwehr plötzlich noch ernst: Sie muss kurz vor 21 Uhr zum Campus Brugg-Windisch ausrücken. Eine Brandmeldeanlage im Aussenbereich löste Alarm aus, eine Rauchentwicklung kann vor Ort dann aber nicht festgestellt werden.