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Hat der Volg-Laden in Windisch noch eine Zukunft? Der Gemeinderat jedenfalls setzt sich dafür ein

Der Laden im Windischer Unterdorf ist wichtig für das Quartier. Allerdings sind die Räumlichkeiten veraltet.

Der Laden im Windischer Unterdorf ist wichtig für das Quartier. Allerdings sind die Räumlichkeiten veraltet.

Es ist unklar, wie lange der Volg-Laden im Windischer Unterdorf noch bestehen kann – nun laufen aber Abklärungen zur Zukunft.

Der Volg-Laden in Unterwindisch ist in einer alten Tennishalle untergebracht, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Die Volg Konsumwaren AG hat den Quartierverein Unterdorf mehrmals darauf hingewiesen, dass keine grösseren Investitionen mehr getätigt werden (die AZ berichtete). Entsprechend gross ist die Sorge im Quartier, dass Unterwindisch bald ohne Einkaufsmöglichkeit auskommen muss.

Hintergrund: Die Parzelle, auf der die Tennishalle steht, gehört der Einwohnergemeinde Windisch. Ebenso die benachbarte Parzelle mit dem Kindergarten Unterwindisch. «Die Schulraumplanung sieht die Stärkung der drei Primarschulstandorte Dohlenzelg, Rütenen und Dorfschulhaus vor», erklärt Vizepräsidentin Rosi Magon (SP). «Dabei sollen der Kindergarten und die erste und zweite Klasse sowie die dritten bis sechsten Klassen zusammen an einem Standort geführt werden.» Entsprechend sollen der Kindergarten Wallweg und der Kindergarten Unterwindisch am Standort Dorfschulhaus zusammengeführt werden. Das ist gemäss Finanzplanung per 2026/27 vorgesehen.

Die Menschen wünschen sich ein Café

«Was zu diesem Zeitpunkt mit den beiden Parzellen geschehen soll, ist noch offen», sagt Magon auf Anfrage dieser Zeitung. «Das wird eine politische Diskussion geben, da es ganz unterschiedliche politische Vorstellungen dazu gibt: Soll das Land in Gemeindebesitz bleiben und die Gemeinde baut, soll sie es Interessierten im Baurecht abgeben oder soll das Land verkauft werden?»

Planerisch sind beide Parzellen mit der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO) in der Kernzone. «Damit sind verschiedene Nutzungen möglich, natürlich auch eine Verkaufsnutzung», sagt Rosi Magon. «Ich erachte es als grosse Chance für das Weiterbestehen des Ladens, dass das Land im Eigentum der Gemeinde ist.» So könne die Gemeinde Einfluss nehmen auf die weitere Nutzung. «Für den Gemeinderat ist ein Weiterbestehen des Ladens im Unterdorf unbestritten», ergänzt sie. «Für die Lebensqualität eines Quartiers hat ein Laden eine grosse Bedeutung.» Gemäss dem RELB, dem räumlichen Entwicklungsleitbild des Raums Brugg Windisch, sollen die Quartierzentren zu lebendigen Begegnungsorten aufgewertet werden. Da gehöre ein Laden ganz klar dazu. Das habe auch die Erhebung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) aufgezeigt. «Das Unter­dorf wünscht sich, dass zum Laden noch ein Café als Treffpunkt dazukommt», sagt Magon. Der Gemeinderat steht mit der Verkaufsleitung der Volg Konsumwaren AG im Gespräch. Alternativen für den aktuellen Standort gibt es derzeit noch nicht. Die Umfrage habe gezeigt, dass als Standort der bisherige als der beste erachtet wird, so Magon. «Ich teile diese Meinung ebenfalls.» Der Laden steht am Schnittpunkt der Unterdorf-Gebiete: der Sommerau, dem Kirchenfeld und dem Areal der alten Spinnerei.

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