Brugg

Hat das Militär während dem Jubla-Kantonstreffen geschlampt?

Jetzt sind die Brückenelemente am Unfallort gesichert

Jetzt sind die Brückenelemente am Unfallort gesichert

Am Jubla-Kantonstreffen kam es auf dem Gelände des Waffenplatzes Brugg vor einer Woche zu einem schweren Unfall. Ein Jubla-Leiter wurde schwer verletzt. Die Kantonspolizei ermittelt. Unklar ist, warum das Material nicht gesichert war.

Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es am letzten Samstagmorgen nahe der JublaCity zu einem schweren Unfall. Jungwacht Blauring hatte für das alle zehn Jahre stattfindende Kantonstreffen im Geissenschachen das Areal vom Militär gemietet. Fürs Wochenende wurde für über 2500 Teilnehmende die JublaCity aus dem Boden gestampft.

Ein 20-jähriger Jubla-Leiter aus der Region Brugg wurde noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier schwer verletzt. Zum Unfall kam es, weil ein 8-jähriges Kind auf einen Stapel Brückenelemente kletterte. Die Holzstahlträger werden von Rekruten regelmässig zu Übungszwecken für den Brückenbau verwendet. Als der Jubla-Leiter das Mädchen nach vergeblicher mündlicher Aufforderung herunterholte, löste sich ein Balken.

Verletzungen an Bein und Rücken

Der Mann wurde vom herunterfallenden Balken getroffen und schwer verletzt. Das Mädchen kam mit dem Schrecken davon. Das Opfer trug sich Verletzungen an zwei Brustwirbeln sowie eine Oberschenkelfraktur zu. «Es waren Leute dabei, die sofort eingriffen und die Ambulanz aufboten», sagt Dominik Schmid, Co-Präsident des Kantonstreffens 2012. «Jungwacht Blauring Aargau bedauert den Vorfall zutiefst.» Das Treffen konnte ohne weitere Zwischenfälle weitergeführt werden.

Der Verletzte wurde seit dem Unfall bereits zweimal operiert und sei auf dem Weg der Genesung. «Er wird sicher noch eine lange Therapie vor sich haben», räumt Schmid ein, ohne weitere Details zu nennen.

Warum ein Kind auf diese Brückenelemente stieg, wird derzeit abgeklärt. «Wir haben die Ermittlungen aufgenommen und klären ab, ob eine strafbare Handlung vorliegt», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau.

Militär nimmt nicht Stellung

Schmid betont: «In diesem Gebiet, das öffentlich zugänglich ist, steht immer Material herum. Das ist für Kinder natürlich verlockend zum Klettern.» Warum das Material aber im Hinblick auf den Grossanlass, im Gegensatz zu heute, nicht gesichert war, ist unklar. Das Militär nahm bisher zum Vorfall nicht Stellung.

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