Brugg
Happiges Programm auf dem Bahnhof – Beton-Elemente werden eingebaut

Spektakuläres Bauvorhaben am Bahnhof Brugg: Auf einer Länge von 31 Metern werden insgesamt 15 neue Fertigbeton-Elemente mit einem Gewicht von je bis zu 36 Tonnen eingebaut. Gearbeitet wird rund um die Uhr.

Michael Hunziker
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Der Vor-Aushub ist abgeschlossen
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Mit dem Lastwagen werden die Fertigbeton-Elemente angeliefert
Am Bahnhof Brugg werden die Beton-Elemente verbaut

Der Vor-Aushub ist abgeschlossen

Mit der Verlängerung der Personenunterführung Mitte am Bahnhof Brugg kann die Verbindung nach Windisch erleichtert werden. Anders gesagt: Verbessert wird die Anbindung an das neue Busterminal Süd, die Berufsschule, den neuen Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz, die Firma Brugg Kabel sowie die Park-and-Ride-Parkplätze der SBB.

Alles ist vorbereitet

Bis am Freitag liefen die Vorbereitungen: Ein Teil des bestehenden Bahnperrons wurde abgebrochen, ein Hilfs-Perron eingebaut, der Vor-Aushub an der Industriestrasse abgeschlossen. Um Mitternacht begannen die Hauptarbeiten.

Christian Hässig vom Ingenieurbüro Mund Ganz und Partner AG sprach am Freitagnachmittag vom Kernstück. Will heissen: Die Arbeiter nahmen die Fahrleitungen ausser Betrieb, bauten die Gleise aus und machten sich an den Aushub des Grabens – ein Volumen von 2300 Kubikmetern – bis zur bestehenden Unterführung.

Ist an der Sohle die Kanalisation verlegt, können voraussichtlich ab Samstagabend die Fertigbeton-Elemente mit dem imposanten Kran an ihren Platz gebracht werden. In der Folge wird der Graben auf der Seite wieder aufgefüllt, die Gleise werden eingebaut.

Bis 40 Personen im Einsatz

Nach den Arbeiten dieses Wochenende gilt es, so Hässig, die Lücke zwischen der alten und der neuen Unterführung schliessen. Er sprach von einem komplexen und anspruchsvollen Projekt mit nicht ganz einfachen Randbedingungen. Eine Schwierigkeit bestehe darin, dass der Zugang zur Baustelle nur aus Richtung Industriestrasse erfolgen könne. Weiter stelle der Zeitplan eine Herausforderung dar, denn das Gleis 5 dürfe nur für eine kurze Zeit gesperrt werden. «Wir müssen in Etappen vorgehen.»

Gearbeitet wird in Schichten, im Einsatz stehen insgesamt bis zu 40 Personen – vom Polier bis zum Ingenieur und Sicherheitswärter. «Wir haben sämtliche Details geplant», fasste Hässig zusammen. Trotzdem blieben ein paar Unsicherheiten. Unter anderem könne es im Untergrund immer wieder Überraschungen geben. Und auch das Wetter spiele – gerade beim Aushub – eine Rolle. Kurz: «Wir gehen mit dem nötigen Respekt an dieses Vorhaben.»

Innenausbau im nächsten Jahr

Begonnen haben die Arbeiten an der Personenunterführung Mitte im August dieses Jahres. Bis Ende Dezember soll das Werk im Rohbau fertig sein – samt Treppenaufgang. Der Innenausbau ist in der ersten Hälfte 2014 geplant, bis Sommer soll die Eröffnung erfolgen.

Stadtammann Daniel Moser bezeichnete die Verbindung als enorm wichtig. «Nach einer langen Planungsphase haben wir etwas Handfestes. Jetzt ist wirklich etwas zu sehen. Das ist ein schöner Moment.»

Betreten verboten

Als Projektleiter der SBB zuständig für die Personenunterführung Mitte ist Alejandro Fernandez. Er weist darauf hin, dass der Sicherheit grösste Beachtung geschenkt wird. Das Betreten des Baustellenbereichs sowie der Gleise sei verboten. Während des Einbaus dieses Wochenende sei überdies die Industriestrasse als Zufahrt zur Baustelle freizuhalten.

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