Brugg
Handgemachte Maskentäschchen sind beliebt

In Brugg werden im «WärchRych» Stoffmasken und Taschen in geschütztem Umfeld genäht.

Katja Gribi
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Die farbigen Maskentäschchen ziehen Kundschaft an.

Die farbigen Maskentäschchen ziehen Kundschaft an.

Katja Gribi

An der Hauptstrasse 48 in der Brugger Altstadt befindet sich die Ladenlokalität des «Wärch­Rych». Hier wird momentan viel Weihnachtsdeko genäht, aber auch Schutzmasken und Maskentäschchen werden hergestellt. Letztere kamen erst mit der Coronakrise neu ins Angebot und bescherten dem Laden viel Zulauf.

Im Frühjahr produzierte das «WärchRych» gar im Auftrag von Firmen, die für die Angestellten Schutzmasken bereitstellen wollten. «Bei den Masken bestand viel Nachfrage. Von den üblichen Einweg-Schutzmasken gab es kaum welche zu kaufen», sagt Marlis Mösch, Leiterin vom «WärchRych». Daher waren die handgefertigten ­Exemplare sehr gefragt.

Eine Schutzmaske aus geschütztem Umfeld

Der kleine Laden und die Werkstatt im hinteren Teil des Ladens gehören zu den Heimgärten Aarau, einer sozialen Institution unter der Trägerschaft der Reformierten Landeskirche Aargau. Verkauft werden hier neben diversen anderen Produkten unter anderem die handgefertigten Schutzmasken und die zugehörigen Maskentäschchen. Genäht werden diese von Frauen mit psychosozialer Beeinträchtigung, die im Heimgarten Brugg einen Zufluchtsort gefunden haben.

In Ateliers wie dem «Wärch­Rych» haben sie die Möglichkeit, in einem Beschäftigungs- oder geschützten Arbeitsplatz verschiedene Handwerke zu erlernen und auszuüben. Finanziert wird die Institution über Pensions- und Kantonsgelder, zusätzliche finanzielle Unterstützung ergibt sich aus Spenden.

Maskentäschchen als Verkaufsliebling

Das Atelier in der Brugger Altstadt bietet auch jetzt während der Coronakrise jeweils vier Frauen einen Beschäftigungs- beziehungsweise Arbeitsplatz.

Jede Woche kann so Nachschub hergestellt werden, denn die Maskentäschchen erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit. «Für die Innenseite des Maskentäschchens verwenden wir einen speziellen Stoff, der sehr rutschig ist, damit die Maske möglichst einfach versorgt werden kann», erklärt Mösch. Von den Täschchen werden rund zehn Stück pro Woche verkauft. Und solange die Nachfrage da ist, werden sie wohl auch nachproduziert.

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