Habsburg
Habsburgschiessen: Der höchste Aargauer trifft immer

Das traditionelle Schiessen fand am Sonntag in Habsburg bei guter Sicht, viel Wind und mit prominenten Schützen statt. Diesmal zeigte der aktuelle Grossratspräsident Thierry Burkart sein Können.

René Birri
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Landammann Roland Brogli und Festredner Herbert H. Scholl beobachten Grossrastpräsident Thierry Burkart (von rechts).

Landammann Roland Brogli und Festredner Herbert H. Scholl beobachten Grossrastpräsident Thierry Burkart (von rechts).

René Birri

Vor einem Jahr schoss die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli mit der Pistole auf die Distanz von 50 Metern. Heuer besuchte sie das Habsburgschiessen nicht mehr. Statt auf Scheiben schiesst sie nun auf den Gripen.

Nicht so Nationalrätin Corina Eichenberger und Grossratspräsident Thierry Burkart, die das Schiessprogramm absolvierten. Weitere Persönlichkeiten aus Politik, Schiesswesen und der Armee waren am Sonntag bei der 107. Auflage des Habsburgschiessens anwesend.

Die rund 500 Schützinnen und Schützen trafen in den Feldständen beim 450-Seelen-Dorf Habsburg gute Sichtverhältnisse an. Der teilweise starke Wind machte vor allem den Pistolenschützen auf die Distanz von 50 Metern zu schaffen.

Für Freiheit und Sicherheit

In seiner Festansprache lobte Grossrat Herbert H. Scholl die Tradition des Habsburgschiessens. Die Schützengesellschaft Zofingen, die den Anlass mir Bravour organisierte, gehöre zu den ältesten Schützengesellschaften des Mittellandes. Sie wurde 1397 gegründet. Zur Freiheit, Unabhängigkeit und Sicherheit hätten die Schützinnen und Schützen eine gewichtige Stimme. Es gelte nun, dies in zwei Wochen bei den Abstimmungen unter Beweis zu stellen, betonte Scholl.

Der erste Maisonntag ist für die Stammsektionen des Habsburgschützenverbandes ein sehr wichtiger Tag. Seit 1907 heisst es, zu diesem Anlass im einzigen Aargauer Feldstand zum friedlichen Wettkampf über 300 und 50 Meter anzutreten.

Die Gründung des Habsburgschützenverbandes geht auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Schützengesellschaft Aarau und der Freischützengesellschaft Brugg zurück. Zurzeit zählt der Verband neun Stammsektionen.

Meisterbecher für die Besten

Den Meisterbecher bei den Pistolenschützen gewann Martin Frey (Lenzburg) mit 52 Punkten. Stefan Linder (Zofingen) erzielte mit dem Sturmgewehr 90 als Einziger das Maximum von 60 Punkten, der Lenzburger Thomas Frey mit dem Standardgewehr 58 Punkte. Auch sie erhielten den Meisterbecher.

Bei den Stammsektionsranglisten stehen bei der 50-Meter-Distanz die Schützengesellschaft Zofingen und bei den Gastsektionen die Schützen der Stadt Luzern auf dem ersten Rang. Die Stammsektion SSG Brugg-Windisch und die Gastsektion SG Erlinsbach sind die Sieger über die 300 Meter Distanz.