Habsburg

Habsburg stärkt die Schule: Kinder kehren im Gemeindehaus ein

Der 2013 eingeweihte Spielplatz neben der Schule Habsburg ist für die Kinder ein Magnet. EF.

Der 2013 eingeweihte Spielplatz neben der Schule Habsburg ist für die Kinder ein Magnet. EF.

Die Schule Habsburg stellt sich selbstbewusst den Veränderungen: Mit viel Energie und der Hilfe des Vereins Tagesstrukturen sollen ab nächstem Schuljahr ein Mittagstisch und Randzeitenbetreuungen eingeführt werden.

Der Flyer mit dem Motto «DIE Schule Habsburg – ois gits!» macht es unmissverständlich klar: die kleine Gemeinde mit ihren 430 Einwohnerinnen und Einwohnern will auf ihre Schule aufmerksam machen und sie damit stärken. Sprüche wie «unsere Schule ist unverwechselbar» oder «unsere Schule ist kul, cool, cuhl aber vor allem super kuhl» zieren die Broschüre der Kleinstschule. Blockzeiten, altersdurchmischtes Lernen, Bewegung und Projektwochen gehören genauso dazu wie eine Lektion Schach pro Woche.

«Wir wollen die Schule behalten»

Gemäss Schulleiter Beat Troller wollten sie Windmühlen bauen, um die Veränderungen in der Schullandschaft mitzunehmen und zu steuern. Momentan besuchen 12 Schülerinnen und Schüler die Primarschule in Habsburg. Im nächsten Schuljahr werden es 16 sein. «Der Kanton schreibt mit der Aufstockung auf sechs Primarschuljahre eine Mindestzahl von 15 Schülern vor», lächelt Beat Troller. Wichtig sei, dass die Gemeinde hinter der Schule stehe und so Rückendeckung gebe. Dies bestätigt Gemeinderätin Renate Trösch: «Wir wollen die Schule im Dorf behalten und geben vonseiten des Gemeinderates volle Unterstützung. Wir sind froh um die aktiven Einwohnerinnen und Einwohner.»

Drei dieser aktiven Einwohnerinnen sind Franziska Dubied, Cornelia Heinemann und Kathrin Roser. Sie haben letzten Herbst den Verein Tagesstrukturen gegründet und arbeiten nun daran, einen Mittagstisch mit Personal und Springern aufzuziehen. Nach einer von ihnen durchgeführten Umfrage sind vor allem der Mittagstisch und die Randstundenbetreuung ein Anliegen der Eltern. Ab August 2014 sollen die Kinder im Untergeschoss des Gemeindehauses, im bisherigen Vereinslokal, verköstigt werden. Der Raum wird von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt und wird noch kindergerecht umgestaltet.

Den Initiantinnen schwebt ein schrittweiser Ausbau je nach Bedarf vor. Bislang wurde ein Mittagstisch auf privater Basis angeboten. «Drei bis vier Kinder pro Tag sollten den Mittagstisch nutzen», erklärt Cornelia Heinemann. Sie sieht den Mittagstisch und die Randzeitenbetreuungen an den Schulnachmittagen als eine Stärkung der Schule. Und für mögliche Neuzuzüger wäre das Angebot ein Plus.

Auftritt an Kinderfasnacht

Einen ersten glamourösen Auftritt hat der Verein Tagesstrukturen an der Windischer Kinderfasnacht vom 8. März: 21 Kinder und 10 Erwachsene werden als Ritter, Prinzessinnen und Könige, wie es sich für eine Schlossgemeinde gehört, auftreten.

Eine Woche später öffnet dann die Schule ihre Tore: mit Mut-Tut-Gut-Aktivitäten, Kutschenfahrten, Basteln, Spielen und einer speziellen Schlossführung für Kinder werden Tagesstrukturen und die Schule den Interessierten näher gebracht.

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