Brugg

Grünliberale wollen den Stadtammann-Lohn kürzen

Der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Daniel Moser soll weniger verdienen

Ab der neuen Amts- periode soll das Gehalt des Stadtammanns nicht mehr 10% über dem Maximum der Lohnklasse 20 liegen.

Ende Jahr tritt der ehemalige Swiss-Pilot Daniel Moser (FDP) nach acht Jahren als Stadtammann von Brugg zurück. Wer seine Nachfolge im Prophetenstädtchen mit seinen 11 000 Einwohnern antreten wird, wird am 24. September oder spätestens bei einem allfälligen zweiten Wahlgang am 26. November entschieden.

Diese Vakanz erachten die Grünliberalen (GLP) der Stadt Brugg als idealen Zeitpunkt, um «den Lohn personenneutral den Marktbedingungen anzupassen». An der nächsten Einwohnerratssitzung am 23. Juni will die Partei daher eine Motion einreichen.

Die beiden Einwohnerräte, Adriaan Kerkhoven und Markus Lang, stören sich daran, dass die bisherige Regelung für den Ammann – bei einem Pensum von 100 % – ein Gehalt vorsieht, das um 10 % höher liegt als das ordentliche Maximum der Lohnklasse 20. «Das Gehalt von 223 586 Franken liegt sowohl im Verhältnis zur Einwohnerzahl als auch nominal bei einem der höchsten im Kanton. Im Verhältnis zu den Steuernden liegt es schweizweit an der Spitze», schreibt die GLP in ihrem Vorstoss.

Vergleichbare Gemeinden hätten die Gehälter an die realen Marktverhältnisse und finanziellen Möglichkeiten angepasst, heisst es in der Begründung weiter.

Reduktion um 20 000 Franken

Die GLP beantragt deshalb, dass die Besoldung des Brugger Stadtammanns bei einem Pensum von 100 % beim ordentlichen Maximum der Klasse 20 des Personalreglements liegt. Bei geringerem Pensum würde die Besoldung entsprechend reduziert. Es würde keine Treueprämie ausbezahlt.

Gemäss Personalreglement der Stadt vom 23. Oktober 2015 beträgt das Maximum der Lohnklasse 20 – basierend auf einem angepassten Stand des Lebenskostenindexes von 100 Punkten (Basis Dezember 2010) – 202 450 Franken. Mit anderen Worten: Die Grünliberalen wollen den Jahreslohn des Stadtammanns also um gut 20 000 Franken senken.

Die GLP hält fest: «Jetzt besteht die Möglichkeit, das Gehalt personen- unabhängig anzupassen.» Die vorteilhaften Rücktrittsregelungen seien vorläufig nicht betroffen. Dem 58-jährigen Daniel Moser winkt – je nach Stadtratsentscheid – eine Kapitalabfindung von maximal einem Jahreslohn. Selbst mit der beantragten Reduktion liege das Gehalt noch immer über dem Durchschnitt und sei nominal höher als in den meisten vergleichbaren Gemeinden, fasst die GLP zusammen. (CM)

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