Brugg

Grünliberale sorgen sich um das Klima in der Stadt

Das Micro-Klima in Brugg wird zum Thema im Einwohnerrat.

Die Klimadebatte erreicht Brugg. Konkret wird an der nächsten Sitzung des Einwohnerrats am 18. Oktober das Micro-Klima in der Stadt ein Thema sein.

Colette Degrandi und Adriaan Kerkhoven, beide GLP, setzen sich ein für eine Verbesserung. Kleine, kostengünstige Massnahmen, sind sie überzeugt, hätten eine hohe Wirkung auf die Lebensqualität. Effizient sei das Bestücken mit robusten Bäumen, die Hitze vertragen und als kühlende Schattenspender sowie Verdunster die klimatischen Verhältnisse spürbar optimieren.

«Es gilt jetzt zu handeln», führen sie aus. «Die Bäume können, wo immer möglich, nach und nach gepflanzt werden, um Bewohnern die Einkaufswege und Begegnungsorte in der Stadt, insbesondere aber auf Schulwegs- und Einkaufsachsen klimatisch zu verbessern.» Als bewährtes Beispiel erwähnen sie die Lindenbäume der alten Zürcherstrasse, dank denen es sich auch bei wärmeren Temperaturen flanieren oder Mittagspause machen lasse. Bisher seien insbesondere um die Alterszentren wertvolle Baumbestände entfernt und kaum mehr ersetzt worden.

Gleichsam sei es zu bedenken, fügen die beiden Grünliberalen an, dass so gebaut werde, dass kühlende Luftströme nicht behindert werden. Zentral bei verdichteten Bauten seien daher gut gestaltete Grün- und offene Wasseranlagen. Als Stichworte nennen sie Springbrunnen und Wasserspiele.

Mit einer Interpellation erkundigen sich Colette Degrandi und Adriaan Kerkhoven danach, ob der Stadtrat gewillt und in der Lage ist, das Klima in Brugg «angesichts der Verdichtung kostengünstig wertsteigernd zu optimieren». Ebenfalls fragen sie, ob der Stadtrat offen ist für Pilotprojekte, beispielsweise im Raum Laurstrasse, Fröhlichstrasse und Schöneggstrasse oder an der Aarestrasse in Umiken. (mhu)

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