«Freude herrscht!», sagte Gemeindeammann Peter Plüss bei der Begrüssung zur ersten 1.-August-Feier der Fusionsgemeinde Bözberg. Und die Leute kamen nicht nur wegen Bier und Wurst, sie wollten auch hören, was der junge Vollblutpolitiker aus Brugg zur Feier des Tages sagte.

FDP-Grossrat Titus Meier wies die Festbesucher auf eine besondere Gemeinsamkeit zwischen Brugg und Bözberg hin: Die beiden Gemeinden seien die einzigen im Bezirk, die aus vier ehemaligen Gemeinden entstanden. Die Fusion zur Gemeinde Bözberg ist noch präsent. Doch nicht alle wüssten, dass Brugg aus den Stadtteilen Brugg, Altenburg, Lauffohr und Umiken bestehe. «Der Zusammenschluss von Gemeinwesen ist mithin keine leichte Sache, sondern braucht oft viel Geduld», so Meier.

Auch die Bildung des heutigen Bundesstaates sei nicht einfach gewesen. Der Historiker zeigte auf, dass der Bundesfeiertag erst seit 1891 im ganzen Land gefeiert wird. Wenn es uns heute gut gehe, sei das noch keine Garantie für die nächste Generation. «Das Erfolgsmodell Schweiz ist kein Perpetuum mobile, das von sich aus einfach funktioniert. Es setzt voraus, dass sich alle für das Gelingen einsetzen», so Meier.

Mit Blick auf die vier Arme des Schweizerkreuzes sind es für den Politiker vier Faktoren, die für die Erfolgsgeschichte der Schweiz wichtig sind: der Föderalismus, die Freiheit gepaart mit Eigenverantwortung, das Milizprinzip sowie als zentraler Faktor der Wille zur Zusammenarbeit. Meier fasste zusammen: «Engagieren Sie sich in der Gemeinde! Heute ist der Anfang einer neuen Tradition. Kommen Sie wieder und feiern Sie gemeinsam! Mit Ihrer Anwesenheit haben Sie gezeigt, dass Sie es können.»