Windisch

Grosses Interesse am Aargauer Farbkasten: Zweite Auflage des Aquarellkastens kommt

Der Aargauer Farbkasten besteht aus natürlichen Aquarellfarben.

Der Aargauer Farbkasten besteht aus natürlichen Aquarellfarben.

Farbforscher Stefan Muntwyler kann bereits die zweite Auflage des Aquarellkastens in Auftrag geben.

Erst seit Mai ist der spezielle Aquarellkasten mit natürlichen Farben aus den Aargauer Regionen erhältlich (die az berichtete) und demnächst kann Maler Stefan Muntwyler aus Windisch eine zweite Auflage bei der Pigment-Manufaktur Kremer in Deutschland in Auftrag gegeben. Zur Herstellung des Kastens mit Aquarellfarben aus Gesteinspigmenten muss wieder zuerst nach gewissen Rohmaterialien gegraben werden.

Werbung für den Aargauer Aquarellkasten, der immerhin 170 Franken kostet, macht der Farbforscher mit einmaligen Veranstaltungen an verschiedenen Orten. Am vergangenen Freitag fand im Rathaussaal in Wettingen die offizielle Vernissage mit einer einstündigen Präsentation von Geologe André Lambert und Stefan Muntwyler statt. Rund 200 Gäste waren anwesend. «Ein immenses Interesse für unsere Sache», sagt Muntwyler erfreut.

Nicht im Fachgeschäft erhältlich

Von der Erstproduktion mit 300 Stück bleibt nach den Vorbestellungen und der Vernissage noch ein Drittel der Auflage für den Verkauf übrig. Zu beziehen ist der Kasten nur an den Veranstaltungen und per Internet über Muntwylers Website, aber in keinem Laden und in keinem Fachgeschäft, weil «das den Preis zu sehr in die Höhe treiben würde».

Zu den Käufern des Aargauer Farbkastens zählt Stefan Muntwyler professionelle Künstlerinnen, Gestalter aller Richtungen von Restauratoren über Flachmaler bis zu Architektinnen, dann Hobbygestalter, Naturwissenschafter und allgemein naturwissenschaftlich interessierte Leute. Im weitesten Sinne gehören dazu auch Leute mit grossem Bezug zu ihrer Heimat. «Also auch einige Leute, die mit dem Aquarellkasten gar nicht malen und einfach Freude an diesem Objekt haben», fährt der Windischer fort. Vereinzelt seien auch Schulen unter den Kunden zu verzeichnen. «Allerdings ist der Kasten natürlich zu teuer, als dass eine ganze Schulklasse damit ausgerüstet werden könnte», stellt Muntwyler klar.

Positive Antwort aus 4 Gemeinden

Bisher wurde Muntwylers Herzensprojekt aus der eigenen Tasche finanziert. Die langjährigen Freunde Stefan Muntwyler und André Lambert hatten aber ausserdem 14 Gemeinden angeschrieben, deren Farbe im Aquarellkasten vertreten ist. Das Duo konnte daraufhin die Gemeinden Küttigen, Wettingen, Würenlos sowie privat einen Gemeinderat von Scherz als Sponsoren gewinnen. «Die anderen 10 Gemeinden haben entweder abgesagt oder sich nicht gemeldet auf unsere Anfrage hin», verrät der 63-jährige Farbforscher.

Noch vor den Sommerferien stehen für Muntwyler und Lambert weitere Veranstaltungen auf dem Programm. Am Sonntag, 4. Juni, werden sie mit «Farben der Erde» zwischen 13 und 17 Uhr an der Ausstellung im alten Bergwerk in Herznach präsent sein. Gleich zwei Auftritte stehen wenige Tage später im Diesellokal in Unterwindisch an. Bei «Stein und Wein» erzählen die beiden am Samstag, 10. Juni, um 16 Uhr Geschichten zur Geologie und zur Farbigkeit der Böden und am Tag darauf um 11 Uhr stellen sie das Projekt vor und gehen auf die Fundorte ein.

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