Villigen
Grosse Mehrheit will nichts von Tempo-30-Zonen wissen

Das Thema «Tempo-30-Zonen» ist in Villigen vom Tisch: Im Rahmen einer Konsultativabstimmung hat sich die Gemeindeversammlung am Mittwoch klar gegen die Einführung ausgesprochen.

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Nach dem Nein zu Tempo 30 wird der Gemeinderat in diesem Bereich nichts weiter unternehmen.

Nach dem Nein zu Tempo 30 wird der Gemeinderat in diesem Bereich nichts weiter unternehmen.

Das Thema «Tempo-30-Zonen» werde immer wieder angesprochen und kontrovers diskutiert, stellte Gemeinderat Olivier Moser fest. Für die Behörde gehe es deshalb darum, die Meinung der Bevölkerung in Erfahrung zu bringen.

Der Gemeinderat, soviel vorweg, stellte sich auf den Standpunkt, dass es in den Quartieren in Villigen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen braucht. Moser erwähnte die aufwändigen Abklärungen und die baulichen Massnahmen.

Die Tempo-30-Befürworter brachten als Argumente die höhere Sicherheit oder die geringere Unfallgefahr ins Spiel.

In vielen Wortmeldungen kamen in der lebhaften Diskussion die einzelnen Gefahrenstellen zur Sprache, die bereits durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen oder die zu erwartenden Kontrollen.

Das Urteil war schliesslich klar: Mit 82 zu 43 Stimmen sprachen sich die anwesenden 139 Stimmberechtigten gegen die Einführung von Tempo-30-Zonen aus. Der Gemeinderat wird in diesem Bereich also nichts weiter unternehmen.

Ebenfalls klar abgelehnt hat die Gemeindeversammlung am Mittwochabend den Transportkostenbeitrag an die Kindergartenkinder sowie den Transportkostenbeitrag an die Oberstufenschüler.

Deutlich angenommen wurden alle anderen Geschäfte: Rechnung 2012, Kreditabrechnungen, Einbürgerungen, Gemeindevertrag über den regionalen Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz Brugg Region, Kredit von 860 000 Franken für periodische Wiederinstandstellung und Ausbau/Erneuerung von Flurwegen und Drainagen, Kredit von 20 000 Franken für ein Kommunalfahrzeug sowie Gemeinderatsbesoldung. (mhu)

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