Veltheim
Grossbrand zerstört Hühnerfarm – viele Tiere verenden

Auf einer Legehennen-Farm in Veltheim ist heute Nachmittag ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr ist nach wie vor mit einem Grossaufgebot vor Ort. Zwei Personen mussten medizinisch betreut werden, weil sie Rauch eingeatmet hatten.

Claudia Meier
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In Veltheim bricht Dienstagnachmittag in einer Legehennenfarm ein Feuer aus.
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Die Feuerwehr rückt mit einem Grossaufgebot aus.
Viele Hühner verenden im Feuer.
Grossbrand zerstört Hühnerfarm in Veltheim AG
Zwei Personen werden vor Ort durch die aufgebotenen Ambulanzteams medizinisch betreut, da sie Rauch eingeatmet haben dürften. Eine Frau muss zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.
Eine dicke Rauchsäule steigt vom brennenden Hühnerstall auf.
Die Löscharbeiten dauern mehrere Stunden.
Es entstand ein beträchtlicher Sachschaden, der noch nicht beziffert werden kann.
Die Autodrehleiter der Feuerwehr Brugg kommt zum Einsatz.
Dieses Huhn konnte sich retten.
Der Brand brach im hinteren Teil der Liegenschaft aus.

In Veltheim bricht Dienstagnachmittag in einer Legehennenfarm ein Feuer aus.

Kapo AG

Grossaufgebot an der Hohlgasse in Veltheim am Dienstag: Auf einer Legehennen-Farm mit Eierfärbe-Betrieb ist am Nachmittag um 15.10 Uhr ein Brand ausgebrochen. Eine dicke weisse und später schwarze Rauchsäule stieg aus dem mit einem Hühnerstall ausgestatteten Gebäudeteil auf.

Das Feuer breitete sich rasch aus. Die anwesenden Personen hätten sich in Sicherheit bringen können, wie Mediensprecher Roland Pfister von der Kantonspolizei Aargau am Brandort schilderte.

Rund 150 Feuerwehrleute und Atemschutzspezialisten aus dem Schenkenbergertal, aus Thalheim und Villnachern sowie die Kantons- und Regionalpolizei Brugg standen im Einsatz. Die Stützpunktfeuerwehr Brugg bot zusätzlich Unterstützung mit einem Tanklöschfahrzeug und der langen Auto-drehleiter.

«Als ich am Brandort eintraf, stand der Hühnerstall bereits in Vollbrand», sagte Einsatzleiter Martin Beyeler von der Feuerwehr Schenkenbergertal, nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht worden war.

Löschwasser behutsam eingesetzt

Da der Betrieb auf einer Anhöhe liegt, sei es schwierig gewesen, innert kurzer Zeit genug Wasser zum Brandort zu transportieren.

«Bis die Wasserleitungen aufgebaut waren, mussten wir das Löschwasser behutsam einsetzen, aber zum Glück gab es keinen Engpass», so Beyeler.

Unklar sei auch gewesen, ob am Brandort Chemikalien gelagert werden. Fürs Eierfärben kämen aber lediglich Lebensmittelfarben zum Einsatz, betonte der Einsatzleiter.

Den Feuerwehrleuten gelang es, den zur Strasse hin liegenden Gebäudeteil mit den Wohnungen zu schützen. Das Lager und der Stall wurden durch den Brand trotz dem Grossaufgebot komplett zerstört.

Viele Hühner verendeten im Feuer. Einzelne konnten sich vor den Flammen retten und rannten verwirrt umher, bis sie von Feuerwehrleuten oder privaten Helfern in Sicherheit gebracht wurden.

Ursache: Eierfärbe-Maschine?

Den Feuerwehrleuten sah man die Strapazen der Löscharbeiten und des Atemschutzeinsatzes nach rund zwei Stunden an. Bevor es ans Aufräumen ging, gab es für alle eine kleine Stärkung.

Zwei Personen wurden vor Ort durch die aufgebotenen Ambulanzteams medizinisch betreut, da sie Rauch eingeatmet haben dürften, so Kapo-Mediensprecher Pfister. Eine Frau musste schliesslich zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.

Die Kantonspolizei Aargau hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Am Abend war noch unklar, ob der betroffene Gebäudeteil dafür bereits betreten werden kann.

Klar ist bereits, dass beträchtlicher Sachschaden entstanden ist, der aber noch nicht beziffert werden kann. Ob der Brand bei einer vor Ort befindlichen Eierfärbe-Maschine ausbrach, muss gemäss Kantonspolizei durch die Ermittler geklärt werden.

Einsatzleiter Martin Beyeler von der Feuerwehr Schenkenbergertal erklärte kurz nach 18 Uhr, dass die restlichen Löscharbeiten voraussichtlich noch einige Stunden in Anspruch nehmen werden. «Die Brandwache dauert bis Mittwochmorgen», so Beyeler weiter.

Mit einer eigens konstruierten Eierfärbemaschine werden auf der Farm von Susanne Blum und ihren Leuten vor Ostern viele Picnic-Eier in sechs verschiedenen Farben eingefärbt, dies zeigt ein Video auf der Plattform bauernfilme.ch.