Aktuell sorgt das kantonale Projekt «Raum- und Standortkonzept Sekundarstufe 2» für Nervosität in der Berufsbildungsszene. Es geht darum, ob gewisse Berufsschulen verschoben oder konzentriert werden sollen.

In nächster Zeit sollte die Botschaft öffentlich und das Vernehmlassungsverfahren dazu gestartet werden.

Das hat diese Woche bereits die Grossräte des Bezirks Brugg zu einem Aufruf an die Behörden und Verbände veranlasst, sich aktiv für den Berufsbildungsstandort Brugg-Windisch einzusetzen.

Die beiden grossen Berufsschulen auf dem Platz Brugg-Windisch sind das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Brugg sowie die kantonale Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales (BFGS).

Brugg müsse aufpassen, dass die BWZ nicht Opfer einer grossen Verschiebungsübung von Schulräumen innerhalb des Kantons werde, lautete die Befürchtung der Grossräte. Nun liegt der az ein Brief vor, der die BFGS den Grossräten, Einwohnerräten, den Brugger Stadträten und Windischer Gemeinderäten schickte.

Die BFGS, die seit ihrer Gründung im Jahr 2006 in Brugg beheimatet ist, fühle sich in der Region noch wenig verankert, heisst es im Brief.

Mit über 1650 Berufslernenden sei sie die grösste Berufsschule auf dem Platz Brugg mit Standorten in Königsfelden, im ehemaligen Kindergärtnerinnenseminar an der Baslerstrasse sowie im Geschäftshaus Steiger an der Badstrasse.

Das Ziel der BFGS sei es, als Kompetenzzentrum für die Gesundheits- und Betreuungsberufe weiterhin in Brugg angesiedelt zu bleiben und dabei auf möglichst wenig Standorte konzentriert zu werden.

Die Schulleitung schreibt, dass die BFGS weiterhin am Wachsen sei. Gerechnet wird mit bis zu 2000 Lernenden in den nächsten Jahren im Bereich Gesundheit, Pflege und Betreuung. Die Lernenden sowie die rund 100 Mitarbeitenden belebten die Region Brugg und konsumierten in der Stadt.

«Die Renovation und Ausbauvorhaben unserer Schulgebäude bringen der regionalen Wirtschaft Aufträge», so die Schulleitung zum wirtschaftlichen Nutzen ihrer Berufsschule.

Um den Bildungsraum Brugg wesentlich zu stärken, ruft die BFGS-Schulleitung alle Politiker auf, sich in der bevorstehenden Vernehmlassung, in politischen Gremien oder in direkten Gesprächen mit Entscheidungsträgern für die Ziele der BFGS einzusetzen, damit das grösste Kompetenzzentrum der Schweiz für Gesundheit und Soziales im Raum Brugg bleiben kann.