Lupfig

Green-Chef Grüter: «Wir haben bereits weitere Anfragen»

Green-Datencenter in Lupfig und CEO Franz Grüter

Green-Datencenter in Lupfig und CEO Franz Grüter

Megadeal im Aargau: Die US-Softwarefirma AppRiver zieht mit ihrem Europasitz nach Lupfig ins Datenzentrum von Green.ch. Firmenchef Franz Grüter rechnet mit weiteren Zuzügen, es liegen ihm bereits weitere Anfragen vor aus ganz Europa und den USA.

Megadeal im Aargau: Die US-Softwarefirma AppRiver zieht mit ihrem Europasitz nach Lupfig ins Datenzentrum von Green.ch. Es dürfte nicht der letzte Zuzug sein. Es liegen bereits weitere Anfragen von aus ganz Europa und den USA.

Zuverlässige Leute, stabile politische Verhältnisse, garantierter Datenschutz und eine verlässliche Währung: Das hat den Ausschlag gegeben, dass die US-Firma Lupfig als Ort für Ihren Europasitz gewählt hat.

Im Sommer kommt der CEO

Diese Faktoren schätzt nicht nur Michael Murdoch, CEO von AppRiver. Nein, auch andere Firmenchef sind auf den Aargau aufmerksam geworden. «Wir haben weitere Anfragen vorliegen», sagt Green.ch-Chef Franz Grüter gegenüber az.

Darunter befänden sich Firmen aus Deutschland, Dänemark, Frankreich und den USA. Nur eine Woche, nachdem AppRiver ihren Europa-Sitz gegründet habe, sei ein weitere Anfrage aus den USA eingetroffen, vom CEO einer grossen börsenkotierten Firma, so Grüter.

Grüter wird dem US-Manager diesen Sommer das Datencenter zeigen, denn der Amerikaner wird extra Ferien in der Schweiz machen.

Es geht ganz schnell

Dann kann es schnell gehen, so wie im Fall von AppRiver auch. Green arbeitet seit Jahren mit Produkten der US-Firma. Und so hat Grüter Wind davon bekommen, dass der Antiviren- und Spamschutz-Spezialist einen Europasitz suchte und sich eigentlich schon für England entschieden hatte. Grüter lud CEO Murdoch kurzerhand nach Lupfig ein - und innerhalb weniger Stunden war klar: AppRivers Europasitz kommt in den Aargau.

Der Kanton ködert die Firma nicht etwa mit Steuerrabatten und ähnlichen Discounts. «Die Firmen suchen heute Orte und Länder, in denen ihre digitalen sicher sind. Und da hat die Schweiz gut Karten», sagt Grüter. «Das neue Gold der Schweiz sind Daten», titelte jüngst die Süddeutsche Zeitung auf der Front. Für die Schweiz ist solches beste Werbung.

Zwei Drittel des 3300 Quadratmeter grossen Datencenters, das Green vor knapp einem Jahr eröffnet hat, sind bereits besetzt. Grüter denkt denn auch bereits an den nächsten Ausbauschritt. Sobald 80 Prozent gefüllt sind, wird mit dem Bau des zweiten Trakts begonnen. Dereinst soll in Lupfig ein Datencenter von 10000 Quadratmetern stehen. In Planung befindet sich auch ein Büro-Tower.

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