Windisch

Gravierende Mängel auf der Jurastrasse Süd werden behoben

Die Vertreter von links bis rechts stellten übereinstimmend fest, dass auf der Jurastrasse Süd – auf der heute keine Strassenentwässerung vorhanden ist – Handlungsbedarf besteht.

Die Vertreter von links bis rechts stellten übereinstimmend fest, dass auf der Jurastrasse Süd – auf der heute keine Strassenentwässerung vorhanden ist – Handlungsbedarf besteht.

Nach angeregter Diskussion haben die 35 anwesenden Einwohnerräte in Windisch am Mittwoch der Sanierung der Jurastrasse Süd zugestimmt. Das Rennen gemacht hat allerdings nicht das vom Gemeinderat vorgeschlagene Projekt mit einer Verkehrsberuhigung.

Mit 27 zu 0 Stimmen angenommen haben die Windischer Einwohnerräte die etwas günstigere Variante und ein Kredit von insgesamt 920 000 Franken.

Der Reihe nach: Die Vertreter von links bis rechts stellten übereinstimmend fest, dass auf der Jurastrasse Süd – auf der heute keine Strassenentwässerung vorhanden ist – Handlungsbedarf besteht. Von verschiedener Seite kritisiert wurde aber, dass vom Gemeinderat keine übergeordnete Planung für die Strassensanierungen vorgelegt wurde – eine koordinierte Strategie also fehle.

Analog der Jurastrasse Nord

Marco Valetti, SVP, sprach sich dafür aus, Vertrauen in die Fachleute zu haben, die für das Projekt verantwortlich zeichnen. Irgendwo müsse mit den Strassensanierungen begonnen werden. Er stellte allerdings den Antrag, die Strasse sei analog der Jurastrasse Nord – also ohne verkehrsberuhigende Massnahmen – zu gestalten. Diese Variante bezeichnete auch die CVP als sinnvoll. Es gelte, die gravierenden Mängel zu beheben und sich auf darauf zu verlassen, dass die Vorlage seriös ausgearbeitet wurde, sagte Barbara Scheidegger.

Philipp Umbricht von der FDP zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass der Schleichverkehr durch verkehrsberuhigende Massnahmen nicht spürbar beeinflusst werden könne. Martin Schibli, EVP, stellte fest: «Wir müssen vorwärts machen und dürfen nicht mehrere Jahre abwarten.»

Einzig die Vertreter der SP konnten sich mit einer Verkehrsberuhigung anfreunden. Aber auch Reto Candinas bemängelte, dass eine Werterhaltungsstrategie und damit eine Entscheidungsgrundlage fehle. Die SP reichte deshalb eine Motion ein, um mit Nachdruck auf ihre Anliegen hinzuweisen.

Keine Freude an Überschreitung

Nicht umstritten war der Kredit von 46 332 Franken für den Bau des Kindergrabfelds. Dieser wurde einstimmig gutgeheissen. Die Parteien lobten die sorgfältige Planung und den ausgearbeiteten Vorschlag.

Mit grosser Mehrheit bewilligt hat der Einwohnerrat weiter die Kreditabrechnung «Umgestaltung Gemeindehaus». Die Parteien waren sich einig, dass der Umbau gelungen ist. Die Kreditüberschreitung von knapp 91 000 Franken sorgte indes für weniger Freude. Die Einwohnerräte erwarten, dass sie in einer solchen Situation in Zukunft frühzeitig informiert werden und allenfalls ein Zusatzkredit ins Auge gefasst werden kann. Diskussionslos und klar angenommen wurden sämtliche Einbürgerungen.

Mit 18 zu 12 Stimmen überwiesen hat der Einwohnerrat die Motion von Barbara Scheidegger von der CVP zum Thema «Vergütungen von Gemeinderäten und Verwaltungsangestellten». Nicht überwiesen wurde dagegen die Motion «Verminderung Verzinsungsaufwand für die Aargauische Pensionskasse (APK)». Anton Burger zog seinen Vorstoss zurück, nachdem der Gemeinderat versichert hatte, bei dieser Angelegenheit am Ball zu bleiben.

Zu Beginn der Sitzung wurden die drei von der SVP nachnominierten Kandidaten in Pflicht genommen: Andreas Baschnagel, Pascal Schlegel und Bruno Schmid. Damit besteht der Einwohnerrat aus 40 Mitgliedern und ist wieder komplett.

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