Cern
«Gottesteilchen» dank Aargauer Mithilfe gefunden

Eines der grössten physikalischen Rätsel der Gegenwart ist offenbar gelöst. Wissenschaftler am Cern in Genf haben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das auch «Gottesteilchen» genannte Higgs-Boson gefunden. Einen entscheidenden Einfluss hatte das Villiger Paul-Scherrer-Institut.

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«Heute haben wir ein fundamentales neues Materienteilchen gefunden», sagte Roland Horisberger, Professor am PSI, gegenüber Tele M1. «Bis jetzt hat man gehofft oder vermutet dass diese existieren, aber es gab noch keine Beweise.»

Das Higgs-Boson ist ein fundamentaler Baustein unseres heutigen physikalischen Weltbilds. Es gilt als der Urheber für eine der Grundeigenschaften aller Materie: die Masse. Dass es nun angeblich gefunden wurde, ist unter anderem auch dem Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen zu verdanken.

Einer der Detektoren, die das Teilchen aufgespürt haben, stammt aus Villigen. «Wir haben den innersten Detektor dieses Monsters gebaut. Dabei handelt es sich um eine Art elektronische Kamera für Elementarteilchen.»

Der britische Physiker Peter Higgs, der die theoretischen Grundlagen für das nach ihm benannte Teilchen legte, zeigte sich zum Fund begeistert. Er habe kaum geglaubt, dass der experimentelle Nachweis noch zu seinen Lebzeiten gelingen werde, sagte der 83-Jährige in Genf. Das sei ein «gewaltiger Erfolg» und «wirklich grossartig.» (agt/sda)

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