Birr

Gmeind entscheidet über das Werkhof-Projekt für 570 000 Franken

Birr plant mit Lupfig einen Werkhof.

Birr plant mit Lupfig einen Werkhof.

Das Stimmvolk kann an der Gemeindeversammlung unter anderem über das neue Kompetenzzentrum sowie über die Gemeindeordnung entscheiden.

Der aktuelle Forstwerkhof erfüllt die Anforderungen an eine zweckmässige Infrastruktur in keiner Art und Weise mehr. Das schreibt der Gemeinderat in der Botschaft für die Gemeindeversammlung. Gemeinsam mit Lupfig will Birr nun ein Kompetenzzentrum Werkhof Eigenamt aufbauen. Bereits im Sommer 2015 haben die beiden Gemeinden je einen Kredit für die Planung des neuen Forstwerkhofs am bisherigen Standort bewilligt. «In der Folge stellte sich heraus, dass ein neuer Forstwerkhof am bisherigen Standort nicht bewilligungsfähig ist», führt der Gemeinderat aus. «Gleichzeitig mit der Suche nach einem neuen Standort zeichnete sich bei den beiden Gemeindebauämtern von Birr und Lupfig sowie im Bereich der Entsorgung ebenfalls Platzbedarf ab, woraus die Idee eines gemeinsamen Werkhofs für alle Bereiche entstand.»

Der Zeitplan ist sportlich

Nun soll ein Kompetenzzentrum in einem neuen Gebäude und mit eigener Rechtsform entstehen. Ein geeigneter Standort sei rasch gefunden worden, hält der Gemeinderat fest. Entschieden hat man sich für das Gewerbegebiet Bachtele auf den Parzellen Nr. 484 und 500 der Ortsbürgergemeinde Lupfig. Eine Machbarkeitsstudie hat zudem die Kosten für das Projekt eruiert.

An der kommenden Gemeindeversammlung soll nun der Projektierungskredit, der Baurechtsvertrag sowie der Gemeindevertrag bewilligt werden. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im März 2018 steht die Genehmigung des Baukredits sowie die Gründung der Rechtsform an.

Bereits im Sommer 2018 soll dann mit dem Bau begonnen werden. Ein Jahr später ist die Eröffnung geplant. Die Projektierungskosten belaufen sich auf 570 000 Franken. Diese Kosten werden zu je einem Drittel auf die Einwohnergemeinden Birr und Lupfig sowie zu je einem Sechstel auf die Ortsbürgergemeinden Birr und Lupfig aufgeteilt. An der Einwohnergemeindeversammlung von Birr befindet das Stimmvolk in der Folge über einen Projektierungskredit von 190 000 Franken.

Weniger Unterschriften nötig

Weiter wird an der Gmeind über die Gemeindeordnung entschieden. Hintergrund: An der letzten Gemeindeversammlung wurde der Gemeinderat beauftragt, dem Stimmvolk eine Anpassung der notwendigen Unterschriften für das fakultative Referendum in der Gemeindeordnung zur Beschlussfassung zu unterbreiten. Es wird vorgeschlagen, die heute benötigte Anzahl Unterschriften von einem Fünftel auf künftig einen Zehntel der Stimmberechtigte zu reduzieren.

Zudem schlägt der Gemeinderat zwei weitere Anpassungen vor: Einerseits soll die Anzahl Mitglieder der Finanzkommission von fünf auf drei Mitglieder gesenkt werden. Andererseits soll die Formulierung betreffend Anzahl Mitglieder so geändert werden, dass diese dem Steuergesetz entspricht.

Ein weiteres Traktandum ist der Verpflichtungskredit über 85 000 Franken für die Umlegung der Sauberwasserleitung im Vorderdorf. Zudem schlägt der Gemeinderat vor, die Rechnung 2016, die mit einem Minus von 2,1 Mio. Franken abschliesst, zu genehmigen. Die Kreditabrechnung zur Garderobenerweiterung in der Sporthalle liegt ebenfalls vor (Kreditunterschreitung von Fr. 11 911.30), weiter stimmt die Gmeind über den Rechenschaftsbericht 2016 ab.

Gemeindeversammlung am Freitag, 23. Juni um 20.15 Uhr in der Mehrzweckhalle Nidermatt. Ortsbürger um 19.30 Uhr.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1