Der Bundesrat hat am Mittwoch die Anpassung verabschiedet am sogenannten Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL). Dieses legt die Rahmenbedingungen fest für die bauliche und betriebliche Entwicklung des Flugplatzes Birrfeld.

Neu erwähnt ist im SIL-Objektblatt die Helikopterbasis für Rettungs- und Einsatzflüge, die sich seit Frühjahr 2013 auf dem Birrfeld befindet und die betrieben wird von der Alpine Air Ambulance (AAA). Ebenfalls berücksichtigt sind die Ergebnisse der neuen Fluglärmberechnung sowie der neue Sicherheitszonenplan.

Die Gefühlslage ist ausgezeichnet

Gross ist die Freude bei Flugplatzleiter Heinz Wyss. Er spricht von einem Glücksgefühl, einer gewissen Genugtuung und einer ausgezeichneten Gefühlslage, denn: «Das gibt für uns auch die so wichtige Sicherheit.» Es sei ein langer Weg gewesen, auf dem zahlreiche Hürden bewältigt werden mussten, stellt Wyss fest. Mit dem gestrigen Entscheid des Bundesrats sei nun das Bewilligungsverfahren abgeschlossen.

«Die Anpassung des Objektblatts ist auch Voraussetzung für die Neuerteilung der Betriebskonzession des Flugplatzes für die kommenden 30 Jahre», steht in einer Medienmitteilung des Bundes. Zur Erinnerung: Die bestehende Konzession aus dem Jahr 1985 ist Ende 2015 ausgelaufen und vom Bund bis Ende 2018 provisorisch verlängert worden. «Mit der neuen Betriebskonzession wird gleichzeitig das aktualisierte Betriebsreglement für den Regionalflugplatz Birrfeld genehmigt», heisst es weiter.

Die Mittagspause wird vorverlegt

Für den Flugplatz Birrfeld wird sich – nach aussen – übrigens wenig ändern durch die neue Betriebskonzession und das überarbeitete Betriebsreglement, fügt Flugplatzleiter Wyss an. In Letzterem dokumentiert werden die Organisation des Flugplatzes, die besonderen Vorschriften für die Benützung sowie die An- und Abflugverfahren. Neu aufgenommen worden sind ebenfalls die Regelungen für die Helikopterbasis der Alpine Air Ambulance.

Überdies ist auf Wunsch der Gemeindebehörden die Mittagspause einheitlich für alle Wochentage von 12 bis 13 Uhr vorverlegt worden. Während dieser Zeit dürfen keine Platzrundenflüge stattfinden. Die Überarbeitung war ein – zeitlich wie finanziell – aufwendiges Verfahren mit zahlreichen Abklärungen und diversen involvierten Stellen. Auch kam es zu Verzögerungen, unter anderem, weil zusammen mit einem Ingenieurbüro neue Lärmberechnungen durchgeführt werden mussten.

Mit der Betriebskonzession anerkennt der Bund das Birrfeld als wichtigsten Ausbildungsplatz der Schweiz in der Leichtaviatik. Der 1937 gegründete Flugplatz in Lupfig ist ein bedeutendes Flugsportzentrum sowie ein beliebter Treffpunkt für Piloten und Besucher gleichermassen. Die Fliegerschule Birrfeld, verschiedene Fluggruppen sowie rund 230 Motor- und Segelflugzeuge jeden Alters haben ihre Basis auf dem Birrfeld.